/ Wort zum Tag

Gedanken zur Tageslosung

Bibelvers

Der Engel sprach von Johannes: Er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.

Lukas 1,16–17

In Lukas 1, 16-17 heißt es:
Der Engel sprach von Johannes: „Und er wird viele der Israeliten zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, zu bekehren die Herzen der Väter zu den Kindern und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.“

Oft finden wir in der Bibel Berichte, dass Gott in der Geschichte mit seinem Volk Israel und dieser Welt immer wieder durch Menschen konkret gehandelt hat. Manchmal gab es im Leben dieser Menschen eine ganz besondere Berufungsgeschichte für die ihnen von Gott übertragenen Aufgaben. So war es zum Beispiel bei Noah oder Jona oder den Propheten Jesaja und Jeremia.

Allen gemeinsam war die ihren Aktivitäten vorausgegangene vorherige Kontaktaufnahme Gottes, der ihnen einen besonderen Auftrag für ihr Leben anvertraute. Oft war es schwer für die so von Gott in Dienst Genommenen, diesem Auftrag nachzukommen.

In unserem Wort für den heutigen Tag ist von der wundersamen Ankündigung der Geburt Johannes des Täufers und seinem Auftrag die Rede.

Johannes war Sohn der Elisabeth und des Priesters Zacharias, einem im Dienst für Gott alt gewordenen Ehepaar: „… alle beide fromm vor Gott und lebten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig.“ Auf diesem Lebenshintergrund begegnet der Engel Gottes Zacharias im Tempel.

Für Zacharias war die Ankündigung der Schwangerschaft seiner Frau wundersam. Denn sie war bis zu diesem Zeitpunkt kinderlos geblieben. Elisabeth war unfruchtbar und beide waren inzwischen hochbetagt. So erbittet er sich ein Zeichen, das ihm der Engel Gabriel gewährt. Zeichenhaft soll es ihm die Sprache verschlagen: er soll stumm bleiben bis zur Geburt, weil er dem Wort der Verheißung Gottes nicht geglaubt hat.

Schließlich geschieht, was angekündigt wurde. Als Elisabeth den Sohn zur Welt bringt, erhält er durch Zacharias den Namen Johannes, was bedeutet: „Gott ist gnädig.“

In die Geschichte eingegangen ist Johannes als der „Bußprediger“, „der Täufer“– und hat so der Ankündigung des Engels Gabriel voll und ganz entsprochen, „dem Herrn ein Volk zuzurichten, das wohl vorbereitet ist.“

Noch mehr: Er hat auch Jesus getauft. Altes und Neues fanden sich deshalb in ihm präsent. So stand er ganz in der Tradition der Propheten und scheute sich nicht, bekannte Mißstände öffentlich anzuprangern. Er rief zur Umkehr zu Gott und einem konsequent ethisch verantworteten Leben auf. Und er zeigte zugleich auf Christus hin: „Er ist stärker als ich.“

Das Wort für heute macht uns darauf aufmerksam:

Gottes Verheißung ist unserer Wirklichkeit voraus – Gott kann möglich machen, was wir weder erwarten noch nach menschlichem Ermessen überhaupt für möglich halten. Möglicherweise sogar gerade dann, wenn uns seine Verheißung, wie es bei Zacharias war, in unserem Alltag ganz unverhofft begegnen sollte.

Er lädt uns neu ein, ihm zu vertrauen.

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