/ Wort zum Tag

Alles kommt ans Licht

Bibelvers

Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, auch nichts geheim, was nicht bekannt werde und an den Tag komme.

Lukas 8,17

Gott sieht alles, hat man vielen von uns nicht schon immer damit gedroht und Angst gemacht? Nun greift Jesus das auch noch auf in seiner Gleichnisserzählung. Es kommt alles ans Licht, sagt er. Ist das nicht schrecklich? Manchmal bin ich ganz froh, dass nicht alles ans Licht kommt. Ich bin darüber nicht nur froh im Blick auf mich, sondern auch auf andere. Stellen Sie sich doch einmal vor, wir wüssten wirklich alles? Wer könnte das denn aushalten? In der Regel können wir doch den Menschen am meisten abnehmen und glauben, von denen wir am wenigsten wissen. Wir werden dann nicht so schnell enttäuscht.

Aber es ist doch wohl so, dass einmal alles ans Licht kommt. Dann aber in dem geschützten Raum in der Gegenwart Gottes. An Gottes großem Gerichtstag kommt alles an den Tag. Mir macht das klar, ich trage für mein Leben die Verantwortung. Was aber bedeutet das? Kann ich das denn überhaupt? Geht das nicht über meine Kraft?

Verantwortlich sein für das, was ich tue, heißt ja zu dem stehen, was ich tue. Wir Menschen neigen schnell dazu, die Verantwortung auf andere zu schieben; auf Menschen oder Umstände. Manchmal stimmt das sicher auch, aber doch nicht so oft, wie wir es machen?

Da werde ich geblitzt, weil ich zu schnell gefahren bin – ärgerliche Sache. Was schießt mir durch den Kopf? Kann ich nicht irgendwelche Umstände dafür verantwortlich machen? Wenn ich ehrlich bin, hatte der Blitzer recht. Ich war definitiv zu schnell und es war kein anderer in meinem Auto, der aufs Gas getreten hat. Ein kleines Beispiel nur aus dem wirklichen Leben.

Eigentlich mag ich Menschen nicht, die nicht zu dem stehen, was sie getan haben, aber ich ertappe mich immer wieder selbst dabei. Mir hilft allerdings das Wissen, es kommt einmal alles an den Tag. Es ist tröstlich und vor allem gerecht. Für mich ist das Wissen darum nichts bedrohliches. Vielmehr hilft es mir, mein Leben ehrlich zu leben.

Dass Gott alles sieht, macht mir schon lange keine Angst mehr. Ich lerne meinen Gott durch Jesus Christus immer besser kennen. Er ist ganz und gar für mich. Er liebt mich über alles. Er will mich nicht strafen und schon gar nicht vernichten. Schon der Beter in den Psalmen weiß: „Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte.“ (Ps. 103,8)

Vor diesem Gott kann ich ehrlich sein. Er weiß auch um meine Schwachheit und die dunklen Stunden. Er weiß aber auch, dass ich es ehrlich meine. Deshalb will ich gerne so Leben, wie er es mir in seiner Liebe empfiehlt. Das Wissen, einmal kommt alles an den Tag, hilft mir auch hier schon aufrichtig und ehrlich zu sein. Das tut mir und meinen Mitmenschen gut.

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