/ Wort zum Tag

Seid fröhlich in Hoffnung

Claudia Schmidt über Römer 12,12.

Ohne Hoffnung ist das Leben ganz schön trist. Deshalb hoffen wir:

- Der Student hofft, dass er sein Examen gut besteht.

- Die junge Frau hofft, den Mann für’s Leben zu treffen.

- Der Arbeitslose hofft, dass er nach vielen Absagen nun endlich eine Zusage bekommt.

- Der Unternehmer hofft auf den nächsten Großauftrag, damit er niemanden entlassen muss.

- Der Spielsüchtige hofft auf einen Lottogewinn, um seine Schulden bezahlen zu können.

- Die Großeltern hoffen auf einen Besuch ihrer Kinder und Enkel.

- Die an Leukämie erkrankte Frau hofft, dass sich ein passender Knochenmark-Spender findet.

- Der Flüchtling hofft auf eine neue Heimat und ein besseres Leben.

- Die Schwangere hofft, dass sie ein gesundes Baby zur Welt bringen wird.

Sie alle hoffen.  Sie hoffen auf etwas, das sie noch nicht sehen.

Worauf hoffen Sie? Haben Sie noch Träume? Oder wurden ihre Hoffnungen und Träume schon so oft vom wahren Leben durchkreuzt, dass sie aufgehört haben zu hoffen und zu träumen? Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die ihre Hoffnung nicht verlieren, schwierige Zeiten besser durchstehen. Sie werden schneller gesund, finden leichter einen Weg aus der Krise und kommen mit einer neuen, veränderten Situation besser klar, weil sie positiv nach vorne schauen.

Hoffnung ist also ein wahres Lebenselixier. Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Sie verleiht Flügel und sie ist zutiefst biblisch. Die Bibel ist ein Hoffnungsbuch. Eine unserer deutschen Übersetzungen heißt auch so: „Hoffnung für alle“. Und das mit gutem Grund. „Hoffnung“ ist ein zentrales Thema in der Bibel.

In Römer 12,12 sagt Paulus deshalb: „seid fröhlich in Hoffnung…“. Dabei hatten die Christen in Rom damals allen Grund nicht fröhlich zu sein und keine Hoffnung zu haben. Als kleine, bunte Minderheit im römischen Reich, riefen sie Jesus als ihren König, Herrn und Gott aus. Sie beteten nicht den römischen Kaiser als Gott an. Das war damals gefährlich. Sogar lebensgefährlich!

Neben diesem Druck von außen brodelte es auch noch innerhalb der Gemeinde. Es gab Streit, Neid, Besserwisserei und unlautere Motive. Die Anweisungen von Paulus in Römer 12 sollen den Christen in Rom helfen, in diesem schwierigen und feindlichen Umfeld als kleine Minderheit zu überleben. Ein Tipp von Paulus heißt: „…seid fröhlich in Hoffnung…“. Mit dieser Aufmunterung erinnert Paulus die Christen in Rom an das Wesentliche ihres Glaubens: Gott ist gnädig. Es gibt keine Verdammung. Wer an Jesus glaubt, darf ewig leben. Zu diesem Schluss kommt Paulus am Ende von Römer 8.

Deshalb kann er mit fröhlicher Gewissheit und Überzeugung sagen: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“

Das ist die Hoffnung von der Paulus hier redet. Und diese Hoffnung ist real. Sie ist sichtbar und spürbar. Ähnlich wie ein Kind, das im Mutterleib heranwächst und bei den Eltern fröhliche Hoffnung auslöst. Genauso dürfen wir hoffen und uns freuen. Auch wenn das Leben noch mühsam und die Umstände schwierig sind. Auch wenn es geplatzte Träume gibt. Gott geht mit. Ihm können wir vertrauen. Weil er uns liebt und weil niemand und nichts uns trennen kann von seiner Liebe.


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