/ Wort zum Tag

Gott ist auf der Suche

Ruth Bai-Pfeifer über Psalm 14,2

Bibelvers

Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.

Psalm 14,2

Kennen Sie die sogenannten Suchbilder, die man öfters in Zeitschriften findet? Das sind zwei Bilder, die auf den ersten Blick gleich aussehen. Das eine Bild ist nur in den Details anders gezeichnet als das andere. Da fehlt vielleicht das Blatt einer Blume, das Ohr eines Tieres oder ein Stein am Wegrand. Bei diesen Suchbildern geht es nicht darum, Fehler zu finden, sondern vielmehr das zu suchen, was zur Vollkommenheit des Bildes fehlt.

In der heutigen Bibellese geht es auch um das Suchen und Finden. Hier ist aber nicht der Mensch am Suchen. Nein, es ist Gott selber, der sucht. Und es geht Gott darum, das was fehlt zu finden. ER ist auf der Suche nach Menschen, die nach IHM fragen!

Im Psalm 14, Vers 2 heißt es: „Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.“ Ich habe mich beim Lesen dieses Psalm-Verses gefragt, ob es denn für Gott so schwierig ist, Menschen zu finden, die nach IHM fragen und die sich nach IHM sehnen, ja, die ein echtes Verlangen haben, den lebendigen Gott in ihrem Alltag zu erfahren und zu erleben. Ich kenne nämlich einige solche Leute. Und Sie kennen sicher auch einige. Gott begnügt sich aber nicht mit unserem Bekanntenkreis. Er sucht nach möglichst vielen Menschen, die klug sind und nach ihm fragen.

Anscheinend hat das Fragen nach Gott etwas mit Weisheit zu tun. Man könnte das so auf einen Nenner bringen: Wer klug sein will, der fragt nach dem lebendigen Gott. Und das würde dann auch heißen: Wer dumm ist, fragt nicht nach Gott! Was aber heißt überhaupt „Klug sein und nach Gott fragen“? Die Bibel beantwortet diese Frage sehr klar: Sie spricht von Menschen, die sich Gott hingeben, mit ihrem ganzen Leben und Sein. Sie meint Menschen, die zu Gottes Führungen in ihrem Leben Ja sagen. Ja zu Gottes Geboten, Ja zu seinem Auftrag an sie. Diese Menschen lesen die Bibel und beten. Sie hören auf Gottes Stimme und packen das an, was Gott ihnen vor die Füße legt.

Sie bringen den Glauben an Jesus zu ihren Mitmenschen – und das nicht nur mit Worten. Sie lieben ihre Feinde, sie möchten Licht und Salz in dieser Welt sein. Sie dienen den Schwachen. Sie wissen, dass ihr Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist und behandeln ihn entsprechend sorgfältig. Sie wollen nicht nach dem Lustprinzip leben. Und: Diese Menschen freuen sich auch auf den Himmel: Auf den Moment, an dem sie Jesus einmal von Angesicht zu Angesicht sehen und für immer bei ihm bleiben können. Dies sind nur ein paar Kennzeichen von solchen Menschen, die Gott sucht.

Warum sucht Gott wohl solche Menschen, die nach ihm fragen? Ich denke: Weil gläubige Menschen, die nach Gott fragen, ganz viel Einfluss auf ihre Umgebung haben und auf das, was in dieser Welt geschieht. Unsere Welt braucht mehr als je zuvor Menschen, die nach Gott fragen. Sind Sie so ein Mensch? Wenn Ja, dann sagen Sie zu Gott: Hier bin ich, brauche mich heute. Lass mich deinen Willen erkennen. Wenn Nein, lassen Sie sich von Gott finden und verändern. Denn: „Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.“


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