/ Wort zum Tag

Der Weg zu Gott ist Umkehr

Bibelvers

Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde.

Psalm 51,4

Das Problem, das David in Psalm 51 so sehr belastet, war für einen König in seiner Zeit nichts Außergewöhnliches. Viele Mächtige und Reiche erlaubten sich damals, mit anderen Frauen ins Bett zu steigen und einen Harem zu pflegen. Ehebruch gab es in diesen Kreisen schon immer. Und heute ist das selbst für viele Normalbürger nichts Besonderes mehr. In den Massenmedien, in Film und Fernsehen wird es uns fast täglich vorgeführt und statistisch belegt. Die Hemmschwelle zur Untreue wird für viele immer niedriger.

Aber warum machen David seine Verfehlungen so große Not? David war einer, der auf Gott hörte und Gottes Rat befolgen wollte. Sein Gewissen war durch Gottes Gebote geschärft und es sprach ihn schuldig. Er spürte die zerstörerische Macht der Sünde. Bisher lebte er in einer engen Verbindung zu Gott. Dadurch floss viel Kraft, Wegweisung und Bewahrung in sein Leben hinein. Dieser Zustand war plötzlich zerbrochen.

Er hatte das Eheglück von zwei Menschen zerstört, seine Nachbarin verführt. Eine kurze Lust- und Triebbefriedigung hat ein Chaos der Gefühle und Scham hinterlassen.

Und weil er alles vertuschen wollte wurde er noch Auftragsgeber eines Mordes. Was er psychisch dabei erlebte, beschreibt David in Psalm 32.

Sünde, ganz gleich welcher Art, verunreinigt unsere Gedanken und Sinne. Sünde nagt an unserem Selbstwert. Wir tun das, was wir eigentlich nicht wollen, Wir schwächen unseren Charakter durch Untreue, Unwahrheit und Lieblosigkeit.

Wenn wir uns der Sünde zuwenden, wenden wir uns von Gott ab und werden taub für Gottes Wort. Unsere Gebete werden zum Selbstgespräch, sie bleiben an der Decke hängen. David erkannte, was auf dem Spiel stand. Er bittet Gott inständig: „Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde“. Er bekennt sich zu seiner Schuld und bittet um Vergebung.

Der Weg zu Gott ist Umkehr. Im Reformationsjahr erinnern wir uns an die 1. These Martin Luthers: : „Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht „Tut Buße“ , hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.“

Anders lässt sich Gott von uns nicht finden. Jesus Christus hat durch sein Sterben am Kreuz von Golgatha diesen Weg für uns möglich gemacht. Er sagt: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“. Weil er die Welt mit Gott versöhnt hat, können wir Vergebung erbitten und erlangen.

Aber David bittet um mehr. Er hatte erkannt, dass die Sünde Verunreinigungen im Herzen, in den Gedanken und Gefühlen hinterlässt. Deshalb bittet er um Reinigung.

Johannes schreibt: „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“. (1.Joh 1,7)

Wie viel heller wird das Leben, wenn nicht die verführerischen, neidischen und lieblosen Gedanken uns beherrschen, sondern die Freundlichkeit und Liebe Gottes unser Inneres erfüllt.

Im Namens Jesu dürfen auch wir mit David beten:

„Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist“. Dieses aufrichtige Gebet wird nicht vergeblich sein.

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