/ Wort zum Tag

Ein Spezialist für Notfälle

Daniel Benne über Psalm 146,5.

Bibelvers

Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN.

Psalm 146,5

Wenn Sie eine neue Versicherung abgeschlossen haben, dürfen Sie sich in den nächsten Tagen über Post freuen. Darin schreibt Ihnen der neue Versicherer: "Herzlichen Glückwunsch, dass Sie sich für unser Versicherungsunternehmen entschieden haben. Das war eine sehr gute Wahl von Ihnen! Mit uns an Ihrer Seite kann Ihnen gar nichts mehr passieren. Denn wir sind Tag und Nacht für Sie da und kümmern uns!"

Sie können leider davon ausgehen: Manche Versicherer wollen bestimmt nur Ihr Bestes - nämlich Ihr Geld. Nicht nur, wenn es um Absicherungen geht, sind Menschen gerne Kümmerer:

•          Menschen vergleichen verschiedene Angebote, um möglichst viel zu einem günstigen Preis zu bekommen

•          Wir versichern uns gegen alles Mögliche

•          Kümmern uns um unsere Altersvorsorge

•          und lassen uns beim Arzt selbstverständlich das Medikament verschreiben, das die besten Heilungschancen verspricht

Dass der Mensch seinen Verstand gebraucht und sich z. B. um seine Lieben kümmert, ist durchaus positiv und richtig! Wenn wir uns für alles den bestmöglichen Spezialisten suchen, besteht allerdings die Gefahr, dass wir den allerbesten Spezialisten für unser Leben außen vor lassen - nämlich Gott!

Im Herbst 2016 war ich mit einer Jugendgruppe auf dem Weg nach Frankreich: zu einer Ferienfreizeit. Unterwegs ist leider ein 9-Sitzer-Kleinbus ausgefallen: Motorschaden! Die Insassen mussten sich nun in andere Autos der Kolonne zwängen. Ein Teil von ihnen konnte nur mit dem Zug weiterreisen. Das ganze aus dem Stegreif zu lösen, hat uns insgesamt 5 Stunden Zeit gekostet. Statt wie vereinbart um 19 Uhr am Freizeitheim anzukommen, wurde es Mitternacht.

Mit den Verwaltern des Freizeitheims war ausgemacht worden, dass wir uns von unterwegs aus melden. Das haben wir auch die ganze Fahrt über probiert: Doch dort lief immer nur der Anrufbeantworter. Dadurch war bis zu unserer Ankunft völlig unklar, ob wir um Mitternacht überhaupt noch in das Freizeitheim rein kommen. Das Ganze war eine christliche Freizeit. Wir haben uns gekümmert. Wir haben telefoniert: mit dem Pannendienst, mit dem Automobilclub. Wir haben versucht, das Freizeitheim zu erreichen.

Doch wen haben wir bei allem Überlegen und Umändern außer Acht gelassen? Gott! Bis eine Teilnehmerin gefragt hat: "Kann man eigentlich Gott darum bitten, dass in dem Freizeitheim noch jemand ist, der uns aufmacht? Darf man für sowas Banales beten?" Das haben wir getan. Und siehe da: Es war zwar niemand mehr im Freizeitheim. Aber man hatte uns einen Zettel an die Tür gepappt, auf dem stand, wo wir den Schlüssel finden. Alles war gut, wir konnten ins Freizeitheim rein. Gott hatte uns versorgt.

Doch warum beziehen wir Gott nicht direkt mit ein in unsere Sorgen? Sondern oft erst dann, wenn wir nicht mehr weiter wissen? Es ist bekannt: Spezialisten sind Leute, die sich auf einem bestimmten Gebiet besonders gut auskennen. Jemand, der z. B. eine Maschine selber entwickelt und gebaut hat, kennt sich am besten mit ihr aus.

Gott ist der Entwickler und Erbauer unseres Lebens. Einschließlich des Lebensraums - unserer Erde. Wer könnte also besser Bescheid wissen als er? Natürlich sollen Sie z. B. zum Arzt gehen, wenn Sie krank sind: Aber beten Sie doch für ihn, dass er die richtige Diagnose stellt. Und dass ihm die Behandlung gelingt.

Gebet und Tun müssen sich nicht ausschließen, sondern können sich sinnvoll ergänzen! Wer vorher betet, bekommt einen klaren Kopf und innere Ruhe, um danach gute Entscheidungen treffen zu können. Gott will nicht nur Ihr Bestes, sondern tatsächlich das Beste für Sie! Wenn Sie das verstanden haben, und Ihre Hoffnung auf Gott setzen, darf ich Ihnen heute ganz herzlich zu Ihrer Entscheidung gratulieren! Schön, dass Sie sich für Gott und seine Hilfe entschieden haben!


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