/ Wort zum Tag

Anspruch statt Zuspruch?

Manfred Schultzki über 1.Chronik 28,9

Bibelvers

Diene Gott mit ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen.

1. Chronik 28,9

Zunächst einmal wünsche ich Ihnen allen ein gutes Jahr 2017, in dem Sie Gottes Segen für sich entdecken können und empfangen. Dann aber gebe ich direkt auch den Rahmen dieses Segens an Sie weiter. Er steht im Alten Testament in 1. Chronik 28,9. Da heißt es:
„Diene Gott mit ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen.“

Das ist das Losungswort für diesen Neujahrstag. Ich hoffe, Sie sind nicht enttäuscht, dass diese Losung gleich zu Beginn des neuen Jahres einen Anspruch Gottes an Sie formuliert statt eines Zuspruchs. Wo wir doch meinen, den Zuspruch nötig zu haben – gerade zu Beginn eines neuen Jahres. Denn da fassen ja viele Menschen nicht nur gute Vorsätze. Sie fragen sich auch: Wie wird es werden? Was kommt auf mich oder auf uns zu? Und nun lesen und hören wir statt einer Antwort diesen Anspruch aus dem Wort Gottes. Diene Gott mit ganzem Herzen und mit williger Seele!

Noch eine Forderung zu den vielen anderen selbst gewählten? Ja, auch eine Forderung. Diene Gott mit ganzem Herzen und mit williger Seele! Und doch will uns gerade diese Losung zu Beginn des neuen Jahres auch Orientierung geben. Sie richtet uns auf den Gott aus, der uns durch das neue Jahr begleiten will. Mehr noch: Er will uns leiten, will die Richtung bestimmen. Das aber setzt voraus, dass wir ihn unseren Herrn sein lassen und ihm dienen. Und zwar nicht gezwungen, sondern freiwillig.

Vorgesetzte, so genannte Chefs, haben ganz verschiedene Möglichkeiten, ihre Beschäftigten zu motivieren. Ich fasse sie unter den Stichworten Zuckerbrot (wie Wertschätzung oder Lohnzulage) und Peitsche (wie Abmahnung oder Rausschmiss) zusammen. Gott will, dass wir ihm anders dienen – nämlich aus Einsicht und Freude. Mit williger Seele – wie es im Buch der Chronik heißt. Allerdings – die Losung für heute verkürzt den Bibelvers. Ursprünglich heißt es dort: Erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ganzem Herzen und mit williger Seele.

Wer Gott erkennt, der braucht nicht ängstlich zu sein. Und wer in Gott durch Christus seinen Vater erkennt, der kann sich sogar freuen. Das macht den Unterschied zwischen Kindern und Beschäftigten aus. Von dem westfälischen Pfarrer Paul Deitenbeck stammt der Ausspruch: Die Sendung Jesu Christi ist eine große Rückführungsaktion für uns Menschen.

Das ist doch ein Grund zur Freude. Das ist der Teil der Weihnachtsfreude, der uns auch durch das neue Jahr begleiten will. Aus dieser Freude soll dann auch ein freiwilliger und fröhlicher Dienst für Gott entstehen. Zum Beispiel indem wir diese Rückführungsaktion bekannt machen. Aber auch indem wir auf seinen Willen achten, wie er uns in seinem Wort, der Bibel, immer neu gesagt wird. Ich weiß mittlerweile aus Erfahrung, dass Gott einen Menschen, der ihn erkannt hat, schon mal sehr konkret anspricht.

Wie gern möchte ich Ihnen dazu Mut machen für 2017. Ich bin gewiss, dass Sie dabei auch den Segen und die Kraft Gottes in Ihrem eigenen Leben entdecken werden für ein gutes neues Jahr. Das ist mein Neujahrswunsch für Sie alle.


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