/ Wort zum Tag

Unfassbare Zuwendung

Dagmar Rohrbach über 4.Mose 6,26.

Bibelvers

Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

4. Mose 6,26

Haben Sie Menschen, die es einfach gut mit Ihnen meinen? Die Sie annehmen, wie Sie sind? Davon singt Manfred Siebald: Wer liebt dich noch nach Abzug Deiner Stärken? Wer liebt Dich auch, wenn Du nicht mehr funktionierst? Wer jubelt einfach, weil Du da bist, sei‘s auch nur als stummer Gast? Wer fragt nicht erst, was Du weißt und was Du kannst und was Du hast? Wer liebt Dich?

Falls Sie da einen Mangel haben, habe ich eine gute Nachricht für Sie. Die ist allerdings schon einige tausend Jahre alt und doch ganz aktuell. Sie steht im Wort zum Tag: Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 4. Mose 6,26 Sie kennen den Satz aus dem aaronitischen Segen wohl aus dem Gottesdienst.

Da stolpere ich schon über dieses Wort: Segen. Was ist das? Es wird viel gebraucht und scheint doch abstrakt. Vielleicht kann man es so beschreiben: Es ist Gottes Zuspruch an uns Menschen. Gott hat gute Gedanken, wenn er an uns denkt. Er sagt zu mir: Ich hab Dich lieb. Und zwar einfach so! Wir erfahren dadurch Gottes Gegenwart mitten in unserem Leben. Das bedeutet nicht problemlos leben, aber in allen Schwierigkeiten gehalten zu sein.

Und genau das beschreibt dieser Segen. Aaron sollte mit diesen Worten das Volk Gottes segnen. Gott weiß um unsere tiefste Sehnsucht, geliebt und wertgeschätzt zu werden. Genau darum geht es hier. Gott hebe sein Angesicht über dich. Das meint, dass er ganz und gar für Sie da ist mit unfassbarer Liebe und Zuwendung, so wie eine Mutter für ihr Kind da ist. Stellen Sie sich das ruhig anschaulich vor. Die Mutter geht in die Knie, auf Augenhöhe zum Kind und öffnet die Arme, um es zu halten. Schon im Satz vorher lässt Gott sein Angesicht über dem Gesegneten leuchten. Es leuchtet mit Güte und Liebe.

Und es wird noch mehr zugesprochen: und gebe dir Frieden. Frieden heißt im Hebräischen Schalom. Das bedeutet umfassendes Wohlergehen. Der Segen erbittet, dass ein Mensch wieder in die heil machende, schützende Gegenwart Gottes kommt, dass er dort das bekommt, was er braucht. Das mag nicht immer unseren Wünschen entsprechen. Aber Gott gibt im Segen das Allerbeste für uns. Er kommt auf Augenhöhe zu uns und will uns in dieser Welt heil werden lassen, so dass unser Leben gelingen kann.

In Jesus Christus können wir diese einmalige Zuwendung Gottes erfassen. Durch seinen Tod am Kreuz für uns will er uns aus der Gottesferne zurückbringen zum himmlischen Vater. Wenn wir das annehmen, werden wir zu Gesegneten und können andere segnen und ihnen zum Segen werden.

Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.


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