/ Wort zum Tag

Gott reinigt von Schuld

Hartmut Giessler über Jeremia 33,8

Bibelvers

Ich will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben, und will ihnen vergeben.

Jeremia 33,8

Bevor ich Pastor wurde, war ich Schornsteinfeger. Sie können sich vermutlich vorstellen wie schmutzig ich oft war. Aber zum Feierabend konnte ich mich noch im Betrieb duschen. Ich kam also jeden Tag frisch gereinigt nach Hause. Das war ein schönes Gefühl.

Wer kennt das nicht, nach getaner Arbeit, nach gesundem Schwitzen beim Sport, oder wenn im Sommer bei heißen Temperaturen alles klebt, dann zu duschen oder zu baden, das tut gut. Einfach wieder richtig sauber zu sein. Das gehört zum Alltag, immer wieder gereinigt zu sein.

Aus der christlichen Lehre ist aber auch bekannt, dass es Schmutz gibt, den ich nicht sehe und den ich nicht so einfach abwaschen kann. Es ist ein Schmutz, der mich innerlich belastet. Und wenn er nicht weg kommt, belastet dieser Schmutz mein Leben. Er kann sogar Leib, Seele und Geist zerstören. Es liegt auf der Hand, ich spreche von Sünde. Sünde unter uns Menschen, aber vor allem gegen Gott.

So war es auch bei dem Volk Israel zur Zeit des Propheten Jeremia. Die Israeliten jener Zeit gingen ihre eigenen Wege. Sie vertrauten auch Gott nicht mehr. Die Folge daraus war das Gericht Gottes. Sie wurden zerstreut und von anderen Völkern unterdrückt. Es sah hoffnungslos aus. Und genau in diese Situation hinein spricht Gott durch Jeremia. Er spricht von Genesung, Heilung und von Reinigung: „...ich will sie reinigen von aller Missetat, womit sie wider mich gesündigt haben, und will ihnen vergeben...“ Unverdient und unvergänglich vergibt Gott die Schuld seines Volkes. Dieses Handeln Gottes wird uns oft im Alten Testament berichtet. Und dann hat Gott ein neues Testament gemacht, ebenso unverdient, aber auch universell und unvergänglich.

Jesus Christus stirbt am Kreuz für alle Sünde dieser Welt. Jede Sünde wird vergeben. Jedem Menschen, der glaubt, dass Jesus für ihn am Kreuz gestorben ist, ist bereits vergeben. Gott verspricht es nicht nur seinem geliebten Volk Israel sondern jedem einzelnen Menschen. Auf die Frage, warum Gott das macht, gibt es für mich nur eine Antwort, es ist seine unbegreifliche Liebe zu jedem von uns.

Vertrauen Sie sich Gott neu an, glauben Sie seinem Versprechen. Die Wirkung ist wie die Reinigung von innerem Schmutz. Sünden werden vergeben. Das tut gut. Und die Folge daraus beschreibt Martin Luther so: „Wo Vergebung der Sünde ist, da ist Leben und Seligkeit.“


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