/ Wort zum Tag

Jesus ist die Nummer eins

Eberhard Adam über Kolosser 1,18

Bibelvers

Er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten.

Kolosser 1,18

Wissen wir das eigentlich noch? Christus ist das Haupt der Gemeinde. Er ist der Kopf und niemand von uns. Manchmal denke ich, wir haben das ganz aus den Augen verloren. Ist ja auch kein Wunder, ohne ihn haben wir ja gar keine Augen. In unserer Blindheit bilden wir uns dann ein, selbst Häuptlinge zu sein. Und weil es nicht mehr nur das eine Haupt gibt, aber viele Häuptlinge, gibt es auch viel Unstimmigkeit. Jeder Häuptling hat ja schließlich recht.

Ich werde jetzt statt Haupt das Wort Kopf benutzen. Es hilft mir rein sprachlich, hier ein wenig für Klarheit zu sorgen. Das Wort Haupt hat man in unserer Sprache ja immer wieder mit anderen Wörtern zusammengesetzt. So gibt es den Hauptmann, den Hauptfeldwebel; die Hauptsache und bei uns in Wetzlar, die Hauptwache, um ein paar dieser Worte zu nennen. Mit Kopf kann man das nicht machen. Es gibt keinen Kopfmann oder Kopffeldwebel. Also benutze ich jetzt ganz bewusst das Wort Kopf für Jesus Christus. Er, Jesus Christus ist der Kopf des Leibes.

Unser Handeln wird vom Kopf gesteuert. Manchmal gibt es auch Situationen, in denen wir kopflos sind, das bedeutet, unfähig, klar zu denken oder sinnvoll zu handeln. So kommt mir mitunter auch die Gemeinde Jesu Christi, seine Kirche vor. Ob es daran liegt, dass wir vergessen haben, wer der Kopf ist? Wir berufen uns zwar alle auf ihn, entscheiden aber wollen wir doch lieber selber. Natürlich glauben wir dann immer, wir hätten in seinem Sinne entschieden und gehandelt.

Aber was können wir denn tun als Glieder des Leibes? Wie gelingt es uns, Christus, den Kopf, bestimmen zu lassen und nicht einfach aus „dem Bauch heraus“ unsere Entscheidungen zu treffen? Wie können wir uns so auf Christus ausrichten, dass wir wirklich in seinem Sinne handeln?

Wir müssen uns zunächst als die Nummer eins abwählen. Jesus Christus ist die Nummer eins und zwar in allem. Das macht Paulus hier im Kolosserbrief besonders deutlich. Es hat doch etwas befreiendes, nicht an der ersten Stelle stehen zu müssen. Christus hält für uns den Kopf hin, denn er ist der Kopf. Also liegt in meinem Glauben und Leben die letzte Verantwortung bei Jesus. Das gilt auch für die Gemeinde. Nicht wir werden die Gemeinde vollenden, sondern er. Er kommt mit der Gemeinde und mit mir ans Ziel. Also kann ich ihm getrost die Führung überlassen. Natürlich weiß ich, dass wir auch Verantwortung für die Gemeinde Jesu in dieser Welt haben. Es ist aber immer Verantwortung im Sinne Jesu Christi. Er, unser Kopf ist schon im Himmel. Durch den Heiligen Geist wirkt er in unser Leben hinein. Dazu hat er uns seine Glieder begabt. Wichtig für uns ist es immer wieder zu prüfen aus welchen Motiven wir handeln? Das Motiv Jesu, des Kopfes ist die Liebe. Liebe ist nicht beliebig. Liebe hat das Wohl und Heil des anderen im Blick.

Ich bin froh, das Jesus Christus der Kopf des Leibes ist. Ich bin froh, zu ihm zu gehören, zu ihm, der den Tod hinter sich gelassen hat. Zu ihm, der auch mir ewiges Leben garantiert.


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