/ Wort zum Tag

Gott stellt Forderungen

Johannes Holmer über Micha 6,8.

Bibelvers

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Micha 6,8

Jesus spricht: Ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.

Johannes 13,15

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert…“ – Wenn ich so manche Diskussionen über Fragen des Glaubens und des Lebens in unserer Zeit höre oder darüber lese, frage ich mich manchmal: Wollen wir denn überhaupt hören, was der Herr von mir fordert? Wollen wir denn wissen, was der Herr – der lebendige Gott, der Schöpfer und Erhalter unserer Welt – von uns will? Wollen wir das, oder wollen wir viel lieber (obwohl wir doch wissen, was ER will,) das tun können, was wir selbst wollen?

Wir leben in einer Zeit, in der alles relativ geworden ist. Man darf eigentlich schon nicht mehr sagen, was unabänderlich wahr ist und was nicht. Wir könnten jemanden verschrecken, der anderer Meinung ist. Und gar zu schnell bekommen wir tatsächlich den Vorwurf von Intoleranz und Lieblosigkeit um die Ohren gehauen. „Das kann man doch heute so nicht mehr sagen“, ist ein Satz, den ich immer wieder höre, wenn es um biblische Grundwahrheiten geht.

Ich habe vor einiger Zeit unter kirchlichen Mitarbeitern eine Andacht über Johannes 14,1-13 gehalten. Hier ist auch Vers 6 enthalten, in dem Jesus sagt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, als allein durch mich.“ In der anschließenden Gesprächsrunde ging es nicht mehr um die vielen wunderbaren Zusagen und Aussagen, die auch noch in diesem Abschnitt enthalten sind, sondern nur noch darum, dass man mit Vers 6 doch gar zu intolerant alle die vom Heil ausschließen würde, die auf andere Weise oder mit anderen Ansichten irgendwie an Gott glauben oder zumindest versuchen würden, gute Menschen zu sein.

Es ist schwer geworden, für sich selbst daran festzuhalten und es dann auch noch anderen zu vermitteln, dass Jesus diesen klaren Anspruch hat. Doch Gott sagt uns hier schon im Alten Testament: Ihr kennt meinen Willen. Ihr wisst, wie ich die Dinge sehe. Ich habe euch meinen Willen und mein Wort offenbart. Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Frage: Ist das für euch verbindlich? Wollt ihr meinen Willen tun? Darf ich in eurem Leben der sein, der die Maßstäbe setzt? Oder wollt ihr doch viel eher nur euren eigenen Willen durchsetzen und dann nur noch beten: „Gib deinen milden Segen zu allen unser´n Wegen“?

Nein, das wird Gott nicht tun! Außer, wenn unsere Wege mit den seinen übereinstimmen. Wir sollten nicht erwarten, dass Gott das, was er verabscheut, segnen wird! Darum dürfen auch wir solches nicht segnen, relativieren oder gutheißen. Doch im Blick auf das Leben nach Seinem Willen hat Gott schon im Alten Testament gesagt, als es um unser Geld ging: „…und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.“ (Maleachi 3,10).

„Prüft mich hiermit…“ – Prüft mich damit, dass ihr meinen Willen tut und mir im Blick auf Geld und alle anderen Lebensbereiche euer ganzes Vertrauen entgegenbringt – ob ich nicht genau dann die Fülle des Segens für euch bereit habe. „Des Himmels Fenster“ werde ich öffnen! Mehr geht nicht.

Das aber wird nur funktionieren, wenn du, Mensch, tust, was ich dir gebiete. Dann werde ich dein Leben und deine Arbeit und alle deine Beziehungen in dieser Welt segnen. „Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ - das ist der Weg. Nichts Anderes. Niemand sollte sagen: Das geht doch heute nicht mehr; das kann man doch heute so nicht mehr sagen. Doch, das kann man. Das können wir dann, wenn wir wollen, dass Gott des Himmels Fenster auftut und Segen herabschüttet.


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