/ Wort zum Tag

Törichten Menschen das Maul stopfen

Bibelvers

Denn das ist der Wille Gottes, dass ihr mit guten Taten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft – als die Freien und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes.

1. Petrus 2,15–16

Fragen  Sie immer nach dem Willen Gottes? So viele Informationen prasseln täglich auf uns ein. Da fällt es nicht immer leicht, alles richtig zu bewerten. Heute erreicht uns dieses Wort des Apostels Petrus, und es fällt  mir schwer, etwas daraus zu machen – mit guten Taten unwissenden und törichten Menschen das Maul zu stopfen. Dazu kommt noch, dass wir uns bekennen sollen als Knechte, d.h. als Kinder Gottes. Das scheint mir so gar nicht in unser tägliches Leben hineinzupassen oder anders gesagt, es überfordert uns. Hatten Sie vielleicht beim Lesen des Lehrtextes  auch dieses Gefühl?

Wenn man etwas genauer hinter unser Wort blickt, wird man vielleicht auch etwas Mutmachendes entdecken, aber auch einen Auftrag für diesen Tag, nämlich als Kinder Gottes durch diesen Tag zu gehen. Als Menschen, die Freundlichkeit und Liebe ausstrahlen und vielleicht auch manchen Mitmenschen erreichen, der gerade in einem Stimmungstief ist. Vielleicht können wir aber auch ein Gespräch in eine gute Richtung lenken. Damit haben wir eventuell nicht nur einem törichten und unwissenden Menschen das „Maul“ gestopft, sondern auch dem Satan die Chance vermasselt, uns negativ zu beeinflussen.

Ich möchte hier aber auch noch die Erklärungsbibel zu Wort kommen lassen, die uns  noch ein wenig weiter helfen kann:

Vorbildliches Verhalten in der Welt

Die Christen als Staatsbürger

„Hier zeigt der Verfasser auf, wie sich Christen, die als Fremdlinge und Pilger in der Welt leben, zu den weltlichen Ordnungen verhalten sollen. Zunächst geht es um das Verhältnis der Christen zum Staat. Dabei hat ein Verfasser wie Paulus das Römische Reich als sittliche Ordnungsmacht vor Augen, nicht als „Tier aus dem Abgrund“, wie es der Seher Johannes in der Offenbarung beschreibt. Allerdings ist für ihn im Unterschied zu Paulus die staatliche Ordnung nicht „von Gott“, sondern eine menschliche Ordnung, wörtlich: „menschliches Geschöpf“. Dieser menschlichen Ordnung sollen sich Christen einfügen um des Herrn willen. Die Christen leben also auch in den weltlichen Ordnungen unter der Herrschaft Christi, als die Freien, die allein Knechte Gottes sind. Sie sollen jedermann, auch den König (d.h. auch die Regierung) ehren, d.h. ihnen mit Ehrerbietung und Respekt begegnen, aber Gott allein sollen sie fürchten.“

Unter all diesen Gesichtspunkten bekommt nun unser Wort einen Charakter, der uns durch diesen Tag begleiten kann.

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