/ Wort zum Tag

Der Himmel ist mein Thron

Jochen Eber über Jesaja 66,1

Bibelvers

So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet?

Jesaja 66,1

So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet? – Jesaja 66,1

Wo ist Gott? Liebe Hörerin, lieber Hörer, vielleicht haben Sie sich das auch schon einmal gefragt. Die Bibel berichtet: Gott hat „Himmel und Erde“ am Anfang erschaffen. Die sichtbare Welt, die Erde, und die unsichtbare Welt, den Himmel, beides hat er geschaffen. Das bedeutet: Gott selber wohnt jenseits von Himmel und Erde. Er braucht nicht einmal einen Himmel, eine unsichtbare Welt, um existieren zu können. Die Bibel geht davon aus, dass Gott ist. Er ist da, er existiert, bevor es irgendetwas anderes gibt. Das ist ein biblischer Grundsatz. Wir können ihn nicht beweisen, wir können ihn nur voraussetzen.

Etwa tausend Jahre vor Christus weiht König Salomo in Jerusalem den Tempel ein. Er will, dass Gott gnädig ist. Gott, der Herr, soll sich herablassen und in dem Tempel wohnen. Doch Salomo weiß, dass Gott in seiner Größe weit über den Tempel hinausgeht. Er sagt in seinem Gebet zur Tempelweihe: „Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?
Das ist die Grundlage biblischer Überzeugungen: Gott existiert, auch ohne Himmel und Erde. Aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen, er geht darüber hinaus. 

Doch Gott geht nicht nur über alles Bestehende hinaus. Salomo bittet ihn, dass er sich gnädig herablässt und in den Tempel eingeht. Gott soll in der Nähe seines Volkes Israel im Tempel wohnen. So hat er es versprochen.

Gott wohnt in der unsichtbaren Welt. Er wohnte im Zelt des Bundes, in der „Stiftshütte“, als das Volk Israel unterwegs war von Ägypten ins Land Kanaan. Er wohnt auch im Tempel. Aber er geht nicht in diesem Ort auf, er lässt sich nicht einsperren. Denn, so sagt Gott aus seiner Perspektive beim Propheten Jesaja im 66. Kapitel, Vers 1: „So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?“ 

Ein Haus ist zu klein aus Gottes Sicht. Schlachtopfer von Tieren als äußerliches Tun reichen ihm auch nicht, wenn die Opfer nicht von Herzen kommen. „Meine Hand hat alles gemacht, was da ist“, im nächsten Vers sagt Gott. Und: „Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.“ Gott, der Herr, wohnt bei den Menschen, die in Not sind und ihn brauchen. Er wohnt in den Herzen von Menschen, die sein Wort hören und ernstnehmen. Auch heute und gerade jetzt will er mir und Ihnen nahe sein.


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