/ Wort zum Tag

Mit Gott auf der Gewinnerseite

Thomas Eger über Jesaja 63,1

Bibelvers

Ich bin’s, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.

Jesaja 63,1

Eine spannende Szene wird hier geschildert im Propheten Jesaja, Kapitel 63. Zuerst wird gefragt: „Wer ist der, der da in rotgefärbten Kleidern plötzlich daher kommt, mit starken Schritten und strotzend vor Kraft?“ Darauf kommt die Antwort: „Ich bin's, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.“

Mit einer zweiten Frage wird nachgehakt: „Warum ist denn dein Gewand so rot und deine Kleidung sieht aus wie wenn du rote Weintrauben in einer Kelter zu Saft gestampft hast?“ Die Antwort darauf verrate ich Ihnen nicht. Die lesen Sie sie bitte selbst nach in Jesaja 63. Aber soviel sei verraten. Da ist einer, der nach der Weinlese die Trauben in einem Holzbottich – der Kelter – zu Saft getreten hat.

In der Bibel ist das Treten in der Weinkelter ein Bild für Gericht halten. Hier geht es im Bibeltext um ein Gericht über die Völkerwelt. Wer ist dazu berechtigt, die Menschheit in ihrer vielschichtigen Völkerzahl zu richten? Mit ihren unterschiedlichen Kulturen und Religionen? Mit ihren Mächtigen und Untergebenen? Mit ihren Reichen und Armen? Mit ihren angesehenen und verachteten Bürgern? Wer kann so ein Mamutwerk angehen? Wer hat den Überblick darüber? Und vor allem: Wer hat das Recht und die Fähigkeit dazu? Die Antwort hier in der Bibel ist darauf klar: Der „Ich bin’s!“ ist es. Und wer ist dieser „Ich bin’s!“? Sein Name, sein Titel, seine Herkunft werden nicht genannt. Der „Ich bin’s“ antwortet nicht darauf, wer er ist sondern darauf, was er tut. „Ich rede in Gerechtigkeit, und ich bin mächtig zu helfen!“, sagt er. Mehr verrät er nicht, dieser „Ich bin’s!“

Für die gottesfürchtigen Menschen in der Zeit damals war es klar, wer dieser „Ich bin’s!“ ist. Mit diesen zwei Worten „Ich bin’s!“ hatte er sich einst dem Mose vorgestellt und ihn zum ersten Staatsmann für sein Volk Israel berufen. Das war, bevor er sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten erlöste. Gott, der Schöpfer aller Menschen ist dieser „Ich bin’s!“ Er war stärker als der Weltherrscher Pharao von Ägypten. Dieser Tyrann ist mit seiner Macht an der Macht Gottes gescheitert. Wer sich gegen Gott stellt, stellt sich immer auf die Verliererseite! Wer sich zu Gott stellt – eigentlich sollte ich besser sagen: „Zu wem sich Gott stellt, dieser Mensch steht immer auf der Gewinnerseite!“

Aber Vorsicht! Gott ist kein Gott, der sich Lieblinge heranzieht und pflegt. Wer sich auf Gottes Seite stellt, kann nicht tun und lassen, was er will. Das stellt Gott selbst ganz klar, wenn er von sich sagt: „Ich rede in Gerechtigkeit!“ Dabei geht es nicht um irgendeine Gerechtigkeit, wie sie sich ein Mensch ausdenkt, auch wenn das noch so gute Gedanken sind. Es geht um die Gerechtigkeit, die Gott aufgestellt hat als Vorgabe für unser Leben. Was er festgeschrieben hat von Gut und Böse, das ist die Norm für seine Gerechtigkeit. Die Kurzform davon können Sie nachlesen in den zehn Geboten der Bibel. Danach wird er alle Menschen richten – also auch Sie und mich.

Was aber, wenn ich diese Norm Gottes nicht erfüllen kann? Was, wenn ich immer wieder daran scheitere, Gutes so zu tun, wie Gott es will? Keine Angst! Gott ist auch der große Helfer und Retter! Darum sagt er von sich: „Ich bin mächtig zu helfen!“ Gott ist in der Lage das Böse und Schlechte in meinem Leben gut zu machen. Ich kann das nicht. Kein Mensch kann das. Aber Gott, der Schöpfer und Richter der Welt kann und will das tun. Das ist sein Programm für seine Menschen. Und wer da eingestiegen ist, wer da mitmacht, hat die beste Entscheidung seines Lebens getroffen.


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