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Psalm 38,23

Bibelvers

Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!

Psalm 38,23

„Eile mir beizustehen“ – vielleicht sind Sie ja heute Morgen aufgewacht und haben innerlich so einen Schrei losgelassen: „Eile mir beizustehen“. Vielleicht bedrückt Sie etwas: Eine schwere Krankheit etwa, oder ein familiärer Streit liegt ihnen schwer auf der Seele. Sie sehnen sich nach Hilfe.

„Eile mir beizustehen“: David hat diese Worte vor 3000 Jahren gesagt. Sie sind uns in Psalm 38 als Gebet überliefert: Hilf! Bitte hilf schnell. Es ist keine Zeit mehr da. Eile...

Psalm 38 gehört zu den sogenannten Bußpsalmen in der Bibel. Neben Krankheit und Anfeindung fand David die schleichende Entfremdung Gott gegenüber als eine schwere Not. Er litt unter dieser Situation. David hatte aufgehört Entschuldigungen und Erklärungen zu finden. Er wollte nicht mit Gott verhandeln oder um seine Rechte streiten.

David ist in seiner Not zu Gott geflüchtet. Es heißt in unserem Losungswort nicht einfach nur: „Eile mir beizustehen“ – der Vers geht weiter: „Eile mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!“ David hat nicht von irgendwo her irgendeine Hilfe erwartet, er erwartet die Hilfe vom lebendigen Gott.

Martin Luther hat die Bußpsalmen so kommentiert: „Gottes Stärke und Trost wird niemand gegeben, er erbitte es denn von ganzem Grund des Herzens. Das Herz gibt Gott nichts, sondern nimmt nur von ihm. Das will Gott auch haben, auf dass er wahrhaftig Gott sei.“ (RGG, Bd. 1, Sp. 1538, 3. Aufl.).

Darum geht es in Psalm 38: Dass Gott Gott sein darf. Gott ist allmächtig. Er kennt unsere Not. Gott kann helfen. Wie oft wollen Menschen Gott beeindrucken. Ihm etwas bringen. Gott zeigen, dass sie es doch irgendwie allein schaffen.

Aber das wird Gott nicht gerecht. Er wartet darauf, dass Menschen alles von ihm erwarten.

Und was ist, wenn ich mich täusche? Wer sagt mir denn, dass ich mich auf diesen Gott verlassen kann?

Das Kreuz ist der Ort, an dem ich sehen kann, dass Gott vertrauenswürdig ist.

Wer sich so hingibt, wer nicht nur ein bisschen von sich schenkt, sondern sich ganz aufgibt um zu retten, der hat das Vertrauen der Menschen verdient.

Das Kreuz ist der Ort, an dem Gott erkennbar geeilt ist, um mir beizustehen. Jesus ist der Garant dafür, dass da ein Gott ist, der wirklich helfen möchte. Wer sich so investiert und sich selbst hingibt, der hat ein echtes Interesse daran zu helfen. Wer sich ans Kreuz schlagen lässt um die Menschen zu retten, der will helfen. Und Kraft der Auferstehung kann Jesus helfen. Er lebt und umgibt mich mit seiner Güte. Was kann ich tun, wenn ich den Losungsvers in den heutigen Tag mitnehmen will? Gar nichts kann ich tun. Es ist Gottes Sache zu helfen. Dem auferstandenen Jesus Christus will ich mich hingeben und beten: „Eile, mir beizustehen, Herr, du meine Hilfe!“ 

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