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Gedanken zur Tageslosung

Gedanken zur Tageslosung

Bibelvers

Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner.

1. Samuel 2,2

Wer ist Ihnen heilig?

Diese Frage kam mir als erstes in den Sinn als ich den Satz im 1.Samuelbuch, Kapitel 2 gelesen habe: „Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner“. Ich erweitere diese Frage noch etwas:

Wer ist Ihnen heilig? Der Sonntag? Oder Gott?

Ist das eine Alternative? Es ist doch beides wichtig, oder? Das könnte eine erste Reaktion auf diese Frage sein. Aber so fromm wie es klingt ist die Sache nicht. Ich habe diesen Satz noch im Ohr, ausgesprochen von einer Kindergartenmutter. Die sagte vor einigen Jahren: „Der Sonntag ist mir heilig.“ Aber das hatte mit Gott nichts zu tun. Die Frau hat grundsätzlich keinen Gottesdienst besucht. Eben weil ihr der Sonntag für sie allein heilig war. Sie gehörte damit zur Mehrheit der Bundesbürger, für die der Sonntag ein Heiligtum ohne Gott geworden ist. Ein freier Tag, der zur freien Verfügung steht, um das zu tun, wofür an anderen Tagen angeblich oder tatsächlich keine Zeit ist.

Eine Minderheit der Bundesbürger und auch der Evangelischen in unserem Land ist der Sonntag wichtig im Zusammenhang mit der Heiligkeit und Einzigartigkeit Gottes.

Und von dieser ist in dem heutigen Satz die Rede.

 Er ist Teil eines großen Lobliedes von Hanna. Dieses Lied mit der Erkenntnis der Heiligkeit Gottes konnte aber nur entstehen und wachsen aus der Erfahrung von einer Lebenskrise und der Hilfe Gottes.

In den Jahren vorher stand Hanna immer wieder im Heiligtum und betete verzweifelt zu Gott. Ihr Kinderwunsch blieb unerfüllt. Und damit hatte sie für ihr ganzes Leben keine Zukunftsperspektive. Wie sollte sie, ohne Kinder, weiter in ihrer Welt bestehen? Darum war Hanna von Trauer und Kummer fast aufgefressen.

Aber nun hatte Hanna ein Lied angestimmt und gerufen: „Mein Herz ist fröhlich in Gott dem Herrn“. Denn ihr Kind Samuel war geboren worden. Gott hatte ihr Gebet erhört.

Doch Hanna bleibt an dieser Stelle des Dankes nicht stehen. Sie singt von der Größe und Einmaligkeit Gottes. Keiner ist wie Gott der Herr. Niemand sonst berührt unser Herz wie er. Wo auch immer wir suchen, kommt es immer zu der Erkenntnis: Allein Gott die Ehre. Gott allein ist heilig.

Diese Heiligkeit Gottes schwebt nicht weitweg über den trüben Wassern des Alltages. Sondern der heilige Gott kommt uns nahe.

In den Psalmen finden wir immer wieder Aussagen wie diese:

Gott ist in der Höhe, seine Herrlichkeit reicht soweit der Himmel ist. Und zugleich schaut Gott in die Tiefe. Dieser Blick Gottes ist mit seinem Handeln an den Menschen verbunden. Gott nimmt sich der Schwachen, der Bedürftigen und der Armen an. Genau das ist mit Hanna geschehen. Und es kann für unser Leben vergleichbare Erfahrungen geben.

Denn damit müssen wir heute leben: mit schlechten Nachrichten des Tages.

Oder Trauer über missglückte Beziehungen, über berufliches Scheitern, Nachrichten über Krankheit. .

 Doch wir können unsere eigenen Sorgen und die Sorgen um und für andere Menschen vor Gott bringen, wie Hanna es getan hat.

Das bedeutet: Gott kann mehr tun oder auch anders handeln, als wir uns das vorstellen können. Wo wir nicht mehr weiterwissen, fließt Gottes Erbarmen zu uns. Darum sage ich als Christ: Die Gegenwart Gottes ist uns heilig. Aus Bitten wird Dank und aus Dank entsteht Anbetung..

Denn Gott ist mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns und unter uns am Werk. Ihm sei durch Jesus Christus die Ehre in der Gemeinde. Von Generation zu Generation für immer und ewig! Nichts muss so bleiben, wie es ist. Gott sei Dank.


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