/ Wort zum Tag

Johannes 20,21

Bibelvers

"Jesus sprach zu den Jüngern: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."

Johannes 20,21

Von der Mutter (Monika) des Kirchenvaters Augustin wird erzählt, dass sie eine gute Streitschlichterin war. Wenn sie von zwei streitenden Frauen ihrer Stadt (Tagaste) hörte, sei sie zu jeder der beiden gegangen und habe ihr jeweils Gutes von der andern erzählt.

Sie hatte den Auftrag von Jesus verstanden. Sie hatte den Frieden Gottes aktiv in die Häuser getragen. Und konnte so nicht selten Frieden stiften.

„Meinen Frieden gebe ich euch“ (Joh.14, 27), versprach Jesus einmal seinen Anhängern, nachdem er ihnen den Heiligen Geist als Helfer verheißen hatte.
Das ist eine große Hypothek! Diesen Frieden erhalten und verwalten heißt auch: Ihn teilen. Austeilen. Mitteilen.
Wann habe ich das das letzte Mal gemacht? Mich wieder neu füllen zu lassen und erfüllt anderen Frieden vermittelt? -  Wir sind doch Gesandte. Beauftragte. Beschenkte. Friedens-Boten Gottes. Das will und kann ich nicht für mich behalten.

„Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg. 4,20), so erfüllt waren Petrus und Johannes, dass es hinaus musste. Zu den Menschen. In ihren Streit. In ihren Hass. In ihrer Hoffnungslosigkeit.

Nicht immer wird uns das gelingen. Aber da, wo Friede und Freude sich Bahn brechen, wird auch uns eine tiefe Freude erfüllen.

Doch was ist, wenn mir selbst grundsätzlich die Freude fehlt? Die Liebe mich nicht mehr antreibt? Wenn ich mich vor meinen Aufträgen fürchte?

C. H. Spurgeon sagte einmal:
„Wenn jemand von euch seine Freude am Herrn verloren hat, den bitte ich, das nicht als einen kleinen, unbedeutenden Verlust anzusehen….lasst uns beten, damit wir beständig Friede und Freude genießen.“ 

Und Joseph Haydn, der berühmte Musiker, berichtet: "Wenn ich aber an Gott denke, so ist mein Herz so voll Freude, dass mir die Noten wie von der Spule laufen und da mir Gott ein fröhlich Herz gegeben hat, so wird er's mir schon verzeihen, wenn ich ihm fröhlich diene."

Täglich an Gott denken und ihn darum bitten, das ist ein guter Gedanke. Er ist so gut, dass ich ihn mir zu Eigen machen möchte. Und dann kann ich vielleicht auch so beten:

„O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist“ – Amen! (Franz von Assisi)

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren