/ Wort zum Tag

Lukas 12,49

Bibelvers

"Jesus sprach: Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden."

Lukas 12,49

„Mit Feuer spielt man nicht“ – jedes Kind kennt diese Warnung. Das Spiel mit dem Feuer – es fasziniert; aber es ist eben auch gefährlich. Wie meint Jesus das, wenn er sagt: „Ich bin gekommen, um ein Feuer anzuzünden auf Erden“? Aus heutiger Sicht kann man nur staunen, was Jesus Christus hier auf Erden entfacht hat. Weltweit bezeugen Christen, dass sie den Heiligen Geist empfangen haben. Sie sind Feuer und Flamme für Jesus – glauben und lieben leidenschaftlich.
Ist es das, was Jesus kommen sah, oder spielt er doch auf etwas Anderes an – nämlich auf das Weltgericht?! Wörtlich übersetzt heißt es: „Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen“. Hier wird also nicht gezündelt, es fällt Feuer vom Himmel. Das erinnert an die Geschichte mit Elia und legt den Schluss nahe, dass es sich tatsächlich um das Feuer handelt, das am Ende der Zeit alles Böse verzehren wird. Insofern wäre auch verständlich, dass Jesus sagt: „Wie froh wäre ich, wenn es schon brennen würde?!“ Ja, diese Dimension dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren. Was unnütz, eigennützig, lieblos oder böse war, wird verbrennen. Was wir aus Liebe getan haben, wird im Feuer geläutert. So gesehen können wir wirklich froh sein, wenn es so kommen wird. Wir müssen keine Angst vor diesem Feuer des Gerichts haben – denn im Vertrauen auf Jesus werden wir mit ihm durch´s Feuer gehen und unversehrt bleiben.
Das Problem ist, man kann diese geistliche Sicht des Lebens mit all seinen Konsequenzen mit anderen Weltanschauungen nicht harmonisieren. Ich muss an einen alten Freund denken, der eine Zeit lang ein T-Shirt mit dem Aufdruck „turn or burn“ trug. „Bekehre dich oder brenne“ – das die Botschaft. Heute trägt er das T-Shirt nicht mehr. Denn es hat meist nur das Gegenteil von dem bewirkt, was er eigentlich erreichen wollte. Sicherlich müssen wir darüber reden, warum es so wichtig ist, an Jesus zu glauben. Es reicht einfach nicht, über Gott und die Welt zu reden. Es geht um Jesus – und an Jesus scheiden sich die Geister. Das muss man wissen. Jesus selbst hat darauf ganz deutlich hingewiesen. Er hat uns eben nicht eine heile Welt versprochen. Vielmehr hat er vorhergesehen, dass es Zwietracht und Auseinandersetzungen um seines Namens Willen geben wird. Selbst in den besten Familien wird es Unversöhnlichkeit und Streit geben, wenn sich beispielsweise ein Sohn oder eine Tochter bekehrt und Jesus nachfolgen will. Ich denke an eine junge Studentin. In einer schwierigen Lebensphase stand ihr eine Freundin bei, die sich liebevoll für sie einsetzte und sie auch zur Gemeinde mitbrachte. Der christliche Glaube veränderte alles im Leben dieser Studentin. Das aber hielten ihre Eltern für eine gefährliche Entwicklung. Dass es ihrer Tochter viel besser ging, konnten ihre Eltern nicht sehen. Die Studentin hatte Frieden mit Gott gefunden – aber Stress mit ihren Eltern. Ja, das kann passieren. Gott sei Dank, hat sich die Situation später entspannt. Tatsächlich leben wir in einer Welt, in der es an vielen Stellen brennt. Bis Jesus vom Himmel her einmal wiederkommt, wird sich daran wohl nichts ändern. Bis dahin werden wir hoffentlich alles dafür tun, dass das Licht der Liebe Gottes inmitten der Finsternis aufleuchtet. Ich hoffe und bete, dass der Heilige Geist die Herzen verfeindeter Menschen in Brand setzt und das Licht der Liebe hell aufstrahlt.
 

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