/ Wort zum Tag

5. Mose 23,6

Bibelvers

"Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht hören und wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte."

5. Mose 23,6

Sie waren auf der Zielgerade Richtung Kanaan. Mose und das Volk Israel. Die lange Reise durch die Wüste war fast beendet. Auf dem letzten Stück des Weges gab es jedoch Widerstand. Das Volk Israel musste sich den Weg freikämpfen. Doch siegreich rückten sie bis in das Gebiet von Moab vor.
Da packt Balak, den König von Moab das Grauen. Angesichts der Größe des Volkes Israel. Angst vor diesen Fremden bestimmt sein Denken.
Nach den Siegen des Volkes Israel sieht Balak ein, dass er Israel militärisch nicht am Weiterziehen hindern kann. Deshalb greift er jetzt zu anderen Mitteln.
Schließlich gibt es ja in der Gegend Bileam, einen erfolgreichen Wahrsager. Gegen gutes Geld soll er das Volk Israel verfluchen. Bileam bekommt den Auftrag, durch magische Kräfte Unheil und Verderben auf Israel herab zu beschwören. Doch Gott tritt dazwischen. Das Vorhaben scheitert. Statt zu verfluchen, muss Bileam das Volk Israel segnen.
Als Mose die Geschichte der Wüstenreise zusammenfasst, erinnert er sie daran:
„Der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um, weil dich der HERR, dein Gott, lieb hatte.“
Ungefähr vierhundert Jahre vor dem Auftreten von Bileam hatte Gott schon einmal so ähnlich mit Josef gehandelt. Auch die Brüder von Josef hatten Böses mit ihm im Sinn. Aus Eifersucht wurde er als Sklave nach Ägypten verkauft, landete im Gefängnis und konnte durch das Deuten von Träumen zum wichtigsten Mann im Staat aufsteigen.
Dann trifft Josef seine Brüder wieder. Ein schlechtes Gewissen und die Machtfülle ihres Bruders macht ihnen Angst.
Doch Josef kann sie beruhigen und sagt zu ihnen: Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.
Fluch wird in Segen umgewandelt und Böses wird gut. So kann Gott handeln aus Liebe zu den Menschen.
Mose blickt zurück. Auf die Wüstenreise. Auf die guten Erfahrungen mit Gott. Auch Josef fasst erst am Schluss die Ereignisse und den Plan Gottes zusammen.
Aber wie hat sich Mose wohl gefühlt? Mitten drin in der jeweiligen Situation? Als die Stämme des Ostjordanlandes das Volk Israel angriffen?
Oder Josef? Zwei Jahre musste er im Gefängnis warten bis Gott den König von Ägypten träumen ließ. Und der Mundschenk sich an Josef erinnerte. Und an seine Fähigkeit, Träume zu deuten.
Wussten Mose und Josef etwa wie die Sache ausging? Oder hatten sie nicht doch auch manchmal Zweifel?
Und wie ist es mit mir? Wie geht es mir, wenn ich mitten drin in den Schwierigkeiten und Problemen stecke? Wenn ich so im Geheimen denke: Irgendwie ist das doch alles schwierig.
Dann will ich diese Worte einfach als Trost lesen. Und mich erinnern, dass Gott den Fluch in Segen umwandeln kann. Und dass er das aus Liebe zu mir tun will.
Ich darf mich aber auch dankbar erinnern. An schwierige Umstände in meinem Leben, in denen Gott die Sache in die Hand genommen und zu einem guten Ende gebracht hat. Und wo ich gespürt habe: Der HERR, mein Gott hat mich lieb.
Der HERR, unser Gott wandelt Segen in Fluch. Und das hat er besonders in der Person seines Sohnes, Jesus Christus getan.
Der Apostel Paulus schreibt es den Christen in Galatien: Dass Christus am Kreuz von Golgatha zum Fluch geworden ist. Und dadurch die Menschen von dem Fluch des Gesetzes erlöst werden konnten.
Fluch wird in Segen umgewandelt. Das ist durch Jesus Christus am Kreuz geschehen. Denn Paulus schreibt weiter: Damit der Segen Abrahams unter die Heiden komme in Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben.
 

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