/ Wort zum Tag

Josua 24,17

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Der Herr, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gezogen sind.“

Josua 24,17

Leben heißt unterwegs sein. Nicht umsonst sprechen wir vom Lebensweg. Manche Wegstrecke gleicht einer Fahrt auf einer staufreien Autobahn. Es geht immer geradeaus. Keine Ampel, keine Störungen, keine Schwierigkeiten. Zeiten, in denen das Leben problemlos und glatt läuft. Ich liebe diese Phasen.

Andere Wegstrecken sind kurvenreich. Man sieht nicht auf Anhieb, wohin der Weg führt. Da können angenehme oder auch unangenehme Überraschungen hinter der Kurve lauern. Schönheiten und Abgründe, Freude und Leid.

Andere Wegstrecken gleichen einem holprigen Pfad. Das sind die Zeiten, in denen sich Konflikte und Problem häufen. Wo eben nicht alles glatt läuft. Wo Geduld und Stehvermögen gefragt sind.

Und dann sind da noch die Sackgassen. Wie manches Lebensziel hat dort sein Ende gefunden. Erst im Rückblick wird deutlich, auf wie vielen Holzwegen, Berg- und Talfahrten und gefährlichen Abhängen das Leben verlaufen ist und wie sich doch immer wieder unerwartet neue Perspektiven auftun. 

Auch die Umwege gehören zu unserem Leben. Zeiten, in denen immer neue Anläufe nötig sind, um ein Ziel zu erreichen. Zeiten, die Spuren hinterlassen.

Lebenswege sind nicht immer bequem. Man muss innere Kontinente durchqueren, Situationen bewältigen, sich den Hindernissen und Herausforderungen stellen.

Auf jedem eingeschlagenen Weg sind Entscheidungen zu treffen: Die Abkürzung nehmen? Ein neues Risiko eingehen? Mutig etwas ganz Neues wagen?

Die Israeliten hatten auf dem langen Weg durch die Wüste die unterschiedlichen Wegstrecken hinter sich gebracht. Irgendwann sind sie am Ziel.

Sie blicken zurück und erinnern sich. Sie erzählen von den schweren Wegstrecken als es eng und schwierig wurde. Immer wieder mussten sie Umwege in Kauf nehmen, um weiter zu kommen. Es gab erfüllte und enttäuschte Hoffnungen und Sehnsüchte. Das Ziel war nicht immer zu sehen. Darum fragten sie: Sieht Gott uns? Hilft er uns? Sorgt er dafür, dass wir am Ziel ankommen?

Im Rückblick können sie nur sagen: Ja, Gott hat geholfen. „Der Herr, unser Gott, hat uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gezogen sind.“  

Zum Ziel gelangt nur, wer aufbricht, immer wieder weitergeht, Wege sucht, Wendepunkte akzeptiert und nicht aufgibt.

Was hilft mir dabei? Worauf vertraue ich? Welche Rolle spielt mein Glaube auf diesem Weg? Hilft er mir? Beflügelt er mich? Gibt er mir Kraft?

Als Christin weiß ich, dass ich nicht allein unterwegs bin. Ich habe einen Wegbegleiter. Der auferstandene Christus geht mit. Dieser Glaube hält und trägt und ermutigt zu konkreten Schritten im Alltag, weil es Schritte an der Hand Gottes sind.

„Keinen Weg lässt Gott uns gehen, den er nicht selbst gegangen wäre, und auf dem er uns nicht vorausginge“, hat der Theologe Dietrich Bonhoeffer gesagt.

Ein Gospel drückt das so aus:

„Herr, lass deine Wege mich verstehn. Nur an deiner Hand, Herr, kann ich sicher gehen. Wenn ich wanke, wenn ich falle, wenn ich allen Mut verlier, Herr, dann brauch ich die Gewissheit, du bist hier. Geh in Gottes Frieden, geh an seiner Hand, und mit seinem Segen in ein neues Land. Geh von seiner Liebe wunderbar umhüllt und mit Mut und Hoffnung neu erfüllt. Wenn ich nicht mehr fühl, dass du mich liebst und du meine Zweifel mir vergibst. Herr, dann sende deine Engel, wie dein Wort es mir verspricht, dass ich weiß, du bist jetzt hier, verlässt mich nicht. Geh in Gottes Frieden, geh an seiner Hand, und mit seinem Segen in ein neues Land. Geh von seiner Liebe wunderbar umhüllt und mit Mut und Hoffnung neu erfüllt.“ 


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