/ Wort zum Tag

Psalm 147,14

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. Wer kann die großen Taten des HERRN alle erzählen und sein Lob genug verkündigen? Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!.. "

Psalm 147,14

In den 60er Jahren wurde im sozialistisch beherrschten Teil Deutschlands die Parole ausgegeben: „Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein.“ Es gab daraufhin eine schlimme Missernte. Manches scheint also doch nicht ohne Gott zu gehen.
Der mutige ostdeutsche Pfarrer Oskar Brüsewitz erregte schon 1975 großes Aufsehen. Er fuhr von Rippicha nach Zeitz mit einem Pferdefuhrwerk. Daran hatte er den Spruch angebracht: „Ohne Regen, ohne Gott, geht die ganze Welt bankrott“. Es war seine Antwort auf den erwähnten Spruch.
Das deutsche Grundgesetz wie auch die Schweizer Verfassung enthalten einen Gottesbezug – und das ist gut so. Die Europäische Verfassung leider nicht. Wahrscheinlich gilt der Spruch des ostdeutschen Pfarrers aber auch für die EU: „Ohne Regen, ohne Gott, geht die ganze Welt bankrott“. Hat die EU das nicht schmerzlich erfahren müssen?
Die Losung für heute aus Psalm 147,14 gibt den Ton an: „Der Herr schafft deinen Grenzen Frieden.“ Frieden scheint also etwas zu sein, was ohne Gott auch nicht so einfach entstehen kann. Viele Menschen wünschen sich Frieden. Besonders jene, die Krieg und Terror ausgesetzt sind. Bei allem Dank für eine lange Zeit des Friedens gilt: Auch in Europa kennen wir wieder Gewalt, Besetzung, Krieg. Wir können uns über die machtgierigen Herrscher aufregen. Aber wie sieht es mit dem Frieden in der Familie und der Nachbarschaft aus?
Der Psalm stammt aus der Zeit des Wiederaufbaus Jerusalems nach der babylonischen Gefangenschaft. Die Menschen hatten eines begriffen: Wir brauchen Gott für alles, was wir anpacken wollen. Der Psalm ist voller Lob und Dank für das, was Gott für das Volk getan hat und tut. Gott baut Jerusalem wieder auf. Er heilt die zerbrochenen Herzen. Er gibt alles Nötige zum Leben. Er ist auf der Seite der Unterdrückten. Das alles und mehr veranlasst die Menschen, zu jubeln und zu danken. Gott ist groß. Er ist stark. Die eigene Stärke soll uns nicht hindern, uns in allem auf ihn zu verlassen.
"Der Herr schafft deinen Grenzen Frieden." Darauf setzen wir unser Vertrauen. Dafür loben wir ihn. Wir können uns mit all unseren Bedürfnissen an unseren wunderbaren Schöpfer wenden. Nur er kann uns Frieden in unseren Familien und Ländern geben.
Die hebräische Form dieses „Schaffens“ drückt ein ständiges Wirken Gottes aus. Das ist ein Hinweis auf die Zerbrechlichkeit des Friedens. Die Bosheit der Menschen steht dem entgegen, auch meine eigene Bosheit. Wenn ich wirklich Frieden will, muss ich bei mir beginnen. Ich brauche Frieden mit Gott durch Jesus Christus. Er vergibt mir meine Schuld. Dafür ist er gestorben. In diesem Frieden kann ich mit Menschen anders umgehen. Auch dann werde ich nicht mit allen Menschen Frieden haben können. Aber der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird mein Herz und meine Sinne in Christus Jesus bewahren. Er ist unser Friede.
Ich bete um viele Menschen, die diesen Frieden haben und leben. Dann können wir für unsere Zukunft – auch für die Zukunft unserer Länder – hoffen. Aber es bleibt die Bitte: „Dein Reich komme.“ Dann wird wirklich Frieden werden.
 


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