/ Wort zum Tag

Sprüche 3,27

Bibelvers

"Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag"

Sprüche 3,27

Ich sitze im Flugzeug von Bukarest nach Stuttgart. Zwei Stunden Zeit zum Nachdenken. Auch über Worte, die am  heutigen Tag von Menschen auf der ganzen Welt bedacht werden. Ich darf Sie Ihnen vorlesen: „Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag" (Sprüche 3,27) und ein Wort, von Johannes dem Täufer: ,,Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat; und wer zu essen hat, der tue ebenso!” (Lukas 3 Vers 11).

12 Tage war ich wieder in Bukarest, Jash und Konstanza. Viel Not ist mir begegnet. Einige Mitchristen  müssen in Rumänien mit weniger als 110 Euro im Monat  auskommen. Manche Grundnahrungsmittel sind teurer als in Deutschland.
Selbst die medizinische Versorgung ist oft aus diesem kleinen Etat zu bezahlen. Nicht zu vergessen die Rechnungen für Strom, Wasser und Gas.
Das aber Ist nicht die größte Not. Wir besuchten 17 alte, schwache und behinderte Christen. Noch immer gibt es einige, die um 1945 von Rumänien für fünf Jahre als Zwangsarbeiterinnen Sowjetrussland übergeben wurden.
Warum: ihre Muttersprache war deutsch und ihre Vorfahren in den letzten neun Jahrhunderten aus unserem Sprachraum eingewandert. Besonders leiden sie unter der Einsamkeit. Am Gottesdienst können sie nicht mehr teilnehmen. Sie freuen sich, wenn wenigstens einmal im Jahr Besuch kommt, ihnen zuhört, die alten und vertrauten Choräle anstimmt und das Abendmahl mit ihnen feiert. Und das alles in ihrer Muttersprache. Es beschämt, wenn ein solcher Christ beim Abschied sagt: „Das war mein schönster Tag im Leben!” Was kostet es uns, solche Freude zu vermitteln? Wir sind doch in Deutschland privilegiert mit unserer Demokratie, der Regierung und der wirtschaftlichen Entwicklung. Ist es nicht auch ein großes Geschenk, wenn Sie und ich Gott glauben können? Dass wir einen Gott und Vater haben, der für uns persönlich, unsere Familien und unser ganzes Volk so gut sorgt? Ich denke auch an die vielen Mitmenschen, die sich ehrenamtlich mit ihrer Kraft und all ihrem Vermögen für unsere Gesellschaft, die Asylanten und Flüchtlinge einsetzen. Selbstverständlichkeiten gibt es für mich nicht! Alles ist Geschenk, ist Gnade Gottes! In Jash fragte ich eine Professorin:” Haben Sie keine Sorge und Angst, dass sich bei Ihnen wiederholt, was Putin angerichtet hat und weiche Zerstörungen daraus erwachsen sind? Ihre Antwort hier nahe der Grenze zu Moldavien: „Wer hier denkt wird Angst und Sorgen nicht verdrängen können!” Sie Ist Kuratorin der kleinen evangelisch luth. Gemeinde. Nur durch Ehrenamtliche ist es möglich, sich zwei- bis dreiwöchentlich zum Gottesdienst zu treffen, sich gegenseitig zu ermutigen und zu stärken. In jenen Gottesdienst kam auch eine junge Mutter mit zwei kleinen Kindern. Anschließend bat sie: „ist es möglich, für deutschsprechende Familien mit Kindern ein geistliches Programm zu entwickeln, das in den Wohnungen Rumäniens empfangen werden kann?” Ich gebe diesen Wunsch an Sie, liebe Hörer, heute weiter. Wie ist das zu verwirklichen? Wo sind Christen, die das technische Wissen und genügend Phantasie haben, diesen Wunsch zu erfüllen?« Beten Sie mit mir, dass Gott dieses Anliegen segnet! Danke!

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