/ Wort zum Tag

Titus 2,14

Bibelvers

"Der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken."

Titus 2,14

Es wird für Christen wieder schwieriger in einem Umfeld zu leben, wo jüdische und christliche Glaubensnachfolge permanent kritisiert, belächelt, abgelehnt oder sogar bekämpft wird. Karikaturen, Satire, kritische Witze und aggressive Ablehnung betreffen inzwischen alle, die noch irgendwie an Gott glauben oder religiös sind.
Die Glaubens-, Gewissens- und Meinungsfreiheit wird missbraucht, gläubige Menschen bewusst zu kränken. Fachleute sehen dahinter eine postmoderne „Religionsphobie“, also eine „Angst vor Religion“. 
Dieses Phänomen ist nicht neu. Sowohl das Alte wie auch das Neue Testament berichten davon und die Geschichte kennt bis in die jüngste Vergangenheit schwere und fast unerträgliche Zeiten für die Menschen, die mit Ernst Christen sein wollten! Da kann die Toleranz plötzlich sehr intolerant werden. 

Woran mag das liegen?
Unser Wort zum Tag gibt darauf eine Antwort.
„Jesus Christus hat … sich so ein reines Volk geschaffen, das nur ihm gehört und das alles daran setzt, das Gute zu tun.“
Christen gehören also dem dreifaltigen Gott. Deshalb sind sie frei, nicht alles unkritisch mitzumachen, was in der Welt gerade Mode ist. Sie leben zwar in der Welt und mit der Welt und für die Welt, aber nicht mehr unter der Welt. Diesem Grundsatz ist zum Beispiel die Bekennende Kirche im Nazideutschland mit dem entsprechend hohen Blutzoll konsequent gefolgt.
Die zweite These der Barmer Erklärung von 1934 formuliert das eindrücklich:
„Wie Jesus Christus Gottes Zuspruch der Vergebung aller unserer Sünden ist, so ist er auch Gottes kräftiger Anspruch auf unser ganzes Leben; durch ihn widerfährt uns frohe Befreiung aus den gottlosen Bindungen dieser Welt zu freiem, dankbaren Dienst an seinen Geschöpfen.“

Deshalb leiden Christen immer unter einer Kultur grenzenloser Freiheit ohne Gott. Denn sie wissen um die Langzeitfolgen gottloser Trends. Und mit Sorge beobachten sie gegenwärtig eine paradoxe Stimmung im Land. Da werden in Sonntagsreden und Talkshows die zunehmende Jugendgewalt, Verrohung von Sitte und Anstand, Korruption oder die Auflösung der Familien als Problem beklagt, aber die Produktion und Verbreitung unsittlicher, brutaler und perverser Filme, Games und Magazine einzuschränken oder zu verbieten wagt sich niemand so recht! Das Recht auf freies Kulturschaffen und freie individuelle Selbstentfaltung wird schrankenlos und hemmungslos missbraucht. Vieles, was die Bibel als gefährliche Sünde bezeichnet, ist gesellschaftsfähig geworden.
Da kann man als Christ auch schon mal irre werden und sich selbstkritisch fragen: „Bin ich vielleicht tatsächlich von gestern, unmodern, altmodisch, lebensfeindlich, wenn ich da
nicht mitmache? Wenn der Ehrliche immer der Dumme ist – wird es nicht Zeit sich endlich anzupassen?“

Mit ähnlichen Fragen schlugen sich schon die jungen Christengemeinden auf Kreta herum. Deshalb schreibt Paulus seinem dortigen Mitarbeiter Titus, was zu tun sei:
Inmitten einer verkehrten Welt sollen sie auf Christus blicken, der sie von aller Sünde und Schuld des alten, fragwürdigen und ausschweifenden Lebens erlöst habe.
Denn dieser Christus sei nun auch die Kraft, sie von allem Bösen frei und rein zu halten.

Unser Tageswort macht uns also heute Mut, „alles daran zu setzen, das Gute zu tun“, also den widergöttlichen Tendenzen zu widerstehen!
Wenn Sie sich ganz und gar Christus und seinem Geist anvertrauen, werden Sie fähig, das Böse zu meiden und dem sündhaften Treiben unserer Tage eine neue Lebensqualität gegenüber zu stellen.
Damit könnten Sie zusammen mit anderen Christen eine echte Alternative anbieten zu dem, was die Krisen und Probleme in unserer Gesellschaft auslöst und produziert – und zwar als „Volk Gottes, das sich voll Eifer bemüht, Gutes zu tun“ (so NGÜ).

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