/ Wort zum Tag

Hebräer 13,9

Bibelvers

"Es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade."

Hebräer 13,9

Gnade macht das Herz fest. Wenn Gott mir nahe ist, dann stärkt er mein Herz. Das ist ein frohmachendes, aufrichtendes Wort aus dem Hebräerbrief. Im Zusammenhang des Bibelverses in Hebräer Kapitel 13, Vers 9 wird über die Lehrer der Gemeinde gesprochen. Die Empfänger des Hebräerbriefs sind im christlichen Glauben unterrichtet und gefestigt worden. Deshalb sollen sie sich nicht durch falsche Lehren irre machen lassen. Ich lese die Verse 7 bis 9 im Zusammenhang: „Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach. / Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. / Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisegebote, von denen keinen Nutzen haben, die damit umgehen.“
 Der Glaube an Jesus Christus ist die Mitte dieser Ermahnung. Jesus, der Retter, der Christus, ist zu aller Zeit derselbe. Er rettet Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer, wenn Sie an ihn glauben. Jesus schenkt Ihnen das ewige Leben bei ihm im Himmel. Dieser rettende Glaube ändert sich nicht, weil sich Jesus nicht ändert. Er ist verlässlich. Auf ihn können Sie im Leben und im Sterben vertrauen. Dieser Glaube reicht aus.
In diesem Glauben sind die Leser des Hebräerbriefs unterrichtet worden. Das ist ihr Glaube. An die Lehrer, die sie unterrichtet haben, sollen sie sich erinnern. Die Lehrer sind Vorbilder für das Leben und Sterben im Glauben geworden. Darum sollen sie nicht falschen Lehren folgen! Und das begründet der Verfasser des Hebräerbriefs jetzt mit unserem Bibelwort für den heutigen Tag:
„... denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisegebote ...“ Es gab anscheinend damals in der Gemeinde Leute, die aus vermeintlichen Gründen des Glaubens verboten haben, bestimmte Sachen zu essen. „Wenn du im Glauben vorankommen willst, dann musst du zu bestimmten Zeiten fasten und darfst manches nicht essen“ – so haben sie wahrscheinlich die Christen damals beraten.
Gibt es das heute nicht auch wieder? Heute wird ja oft Jesus als ein Gesundheitsapostel dargestellt. Er wollte, dass wir besser leben, heißt es dann. Sebastian Moll von der Universität Mainz hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Jesus war kein Vegetarier“. Darin nimmt er populäre Irrtümer aufs Korn. Jesus war kein Diätlehrer. Er hat nicht einen naturnahen, stressfreien Lebensstil gepredigt, obwohl er im Heiligen Land zu Fuß unterwegs war und sich garantiert chemiefrei ernährt hat. Dennoch hat Jesus keinen Speiseplan aufgestellt. Sondern Jesus Christus kam, um uns zu retten.
Durch Essensvorschriften kann der Leib gesund werden, so dass wir uns besser fühlen. „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“, haben die alten Römer gesagt. Aber mein Herz, ich als Mensch, und mein Glaube, ich werde nicht durch das Essen gefestigt. Sondern ich werde durch Gottes Gnade gefestigt. Wenn Gott sich mir zuwendet, bekommt mein Leben einen festen Grund. Ich bekomme eine Perspektive und eine feste Hoffnung auch über den Tod hinaus. An die Lehrer des Glaubens können wir uns zwar dankbar erinnern. Aber gefestigt werden wir durch die Gnade des ewig gleichen, vertrauenswürdigen Herrn Jesus Christus. Die gute Nachricht von seinem Leiden, Sterben und von seiner Auferstehung ist eine geistliche Speise für mein Herz, für meine Seele. Das gibt mir einen sicheren Halt in meinem Leben.
 

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