/ Wort zum Tag

2. Chronik 16,9

Bibelvers

"Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind."

2. Chronik 16,9

Die Losung der Herrnhuter Bibellese für diesen Tag lautet: „Des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind“ (2.Chronik 16,9).

Wenn man diese Feststellung des alttestamentlichen Chronisten zum ersten Mal liest, denkt man: Das ist doch eine wunderbare Zusage Gottes. Schaut man sich diese Feststellung aber im Zusammenhang der Geschichte an, dann bekommt diese Aussage über Gott ein ganz anderes Gewicht. Denn der Chronist berichtet: „Zu der Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem König von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den König von Aram verlassen hast und nicht auf den Herrn, deinen Gott, darum ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entronnen. Hatten nicht die Kuschiter und Libyer eine große Heeresmacht mit sehr viel Wagen und Reitern? Doch der Herr gab sie in deine Hand, da du dich auf ihn verließest. Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind.“ Aber dann wird weiter zu Asa gesagt: „Du hast töricht getan, darum wirst du auch von nun an Krieg haben“ (2. Chronik 16, 7-9).

Warum sandte also Gott einen Propheten zu Asa? Um ihn zurechtzuweisen. Und warum richtet Gott den Asa so? Für seinen Unglauben. Der Glaube an Menschen, an Methoden, an ein System oder sogar an eine christliche Organisation  hilft nicht weiter. Geistlich gesehen hilft nur der Glaube an Gott. Der Prophet Hanani erinnerte den Asa daran, dass er doch viele Beweise für die Hilfe Gottes hatte. Gott hatte die Armee der Kuschiter und der Libyer in seine Hand gegeben. Trotzdem zeigte Asa in der nächsten Krise, dass er Gott nicht vertraute. Durch das Bündnis mit Aram hat sich Asa nicht bloß den Sieg verscherzt, sondern auch für die Zukunft seinem Volk geschadet. Aber nicht nur politisch hat Asa unklug gehandelt, sondern auch töricht. Torheit ist für den Chronisten immer auch ein Begriff, mit dem er die Frömmigkeit eines Menschen beurteilt. Der angeblich so praxisnahe Politiker Asa hat törichterweise die einzige Wirklichkeit, den wahren Herrn dieser Erde, auf die Seite gesetzt. Und das hat Gott gesehen, weil eben seine Augen alle Lande schauen.

Was können wir nun heute aus diesem Fehlverhalten des Asa lernen?

Zum einen: Durch den Glauben an Jesus Christus, der für unsere Schuld am Kreuz von Golgatha gestorben ist, sind wir gerettet.

Doch damit ist unser Leben noch nicht zu Ende. Wenn ich von Gott erlöst worden bin, soll ich auch in diesem Glauben leben. Der Apostel Paulus hat seinen Mitchristen in Rom geschrieben: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.“

Anschließend verwendet Paulus einen ganz merkwürdigen Ausdruck und schreibt: „Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben im Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ (Römer 1, 16+17).

Was bedeutet das „Darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben im Glauben“? Es bedeutet, dass wir Christen durch den Glauben errettet sind und demzufolge auch in diesem Glauben leben sollen.

Der Prophet Hanani sagte zu Asa: „Des Herrn Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind“ (2. Chronik 16, 9). Gott sucht also nach Männern und Frauen, die an ihn glauben. Männer und Frauen im Land, die seinen Worten vertrauen. Wie heißt es im Hebräerbrief: „Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“ (Hebräer 11, 6).

Diese alte Geschichte lädt uns neu dazu ein, nicht nur die göttliche Rettung für uns in Anspruch zu nehmen, sondern auch aus diesem Glauben an Gott zu leben oder eben anders ausgedrückt: „Mit ganzem Herzen bei ihm zu sein.“  

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