/ Wort zum Tag

Lukas 18,16

Bibelvers

"Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes."

Lukas 18,16

Sven ist ein Jahr alt geworden. Um ihn herum viele Geschenke. Einige davon blinken, wenn man die Tasten berührt. Oder dudeln ein Lied ab. Die Lichter, die Lieder wollen ihn fesseln. Das sollen doch die Sensationen im Leben eines Kleinkindes sein. Immer etwas los! Er aber steht nach einer Weile auf und geht auf Wanderschaft! Durch den Flur, sieht die Treppe nach oben und krabbelt hinauf, seine eigene Welt zu entdecken. Schaut sich um. Kommt einer mit, mit mir zu entdecken. Lassen sie mich?

Jesus sprach: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes“. Lukas hat es in seinem Evangelium im 18. Kapitel, Vers 16, festgehalten. Die Kinder sind zunächst von ihren Eltern gebracht worden. Dann daran gehindert worden. Jesus greift ein, nun nicht mit den Worten: Bringt sie her! – sondern: Lasst sie kommen!

Kinder haben eigene Wahrnehmungen und gehen ihnen nach. Zum Glück erkunden sie ihre Welt nicht nur auf  eingetretenen Pfaden. Oder dem elektronischen Gedöns.

Wie sind die Kinder zu Jesus gekommen? Wenn er sagt: Lasst sie doch kommen! Laufend, um aufgefangen zu werden?Tanzend? Mit Fragen?

Die dreijährige Lisa steht an der Kasse im Supermarkt. Ihr Opa gibt gerade seine Geheimnummer ins Lesegerät der Kasse ein. Lisa schaut sich um. Schaut die Frau an der Kasse an, tänzelt von einem Bein aufs andere  und lächelt. „Ich geh morgen in die Kirche, und du?“ Die Kassiererin ist verblüfft und murmelt etwas, was sie wohl morgen machen will. So direkt hat sie noch niemand auf eine für sie fremde Welt angesprochen.

Kinder sind da unbefangen, wenn sie gelassen werden. Und wenn sie gelassen werden, bringen sie durch ihre Fragen vielleicht manchmal auch andere in Bewegung.

Wie sind die Kinder zu Jesus gekommen, als er den Weg frei machte für die Kinder durch alle Vorurteile und Festlegungen hindurch.  Jesus, spiel mit uns, lass dich auf unsere Welt ein?

Anna und ihr kleiner Bruder Mats sind im Spiel versunken. „Mats, du wärst wohl mal krank und ich wäre jetzt mal die Ärztin . Leg dich mal hin“, und so spielen sie. Nehmen  Rollen ein, probieren sie aus, immer wieder, kreativ und in Bewegung.

Jesus, du wärst jetzt mal…  Wie wäre das, wenn es dabei  bleiben könnte? Jesus auf diese Weise in das Leben von Erwachsenen hineinnehmen und ausprobieren. Welche Rolle soll er im Leben spielen ? Unbefangen ausprobieren und mutig. Oft genug hat Jesus selbst den Zuhörern in seinen Gleichnissen neue Standpunkte zuspielen wollen. Wer die neuen Perspektiven annahm und zu leben versuchte, spürte etwas von der Wirklichkeit des Reiches Gottes.

Allen voran kann man dabei den Zauber des Anfangs entdecken. Wie Kinder, neu anfangen können, unbelastet, tastend, das ist immer wieder eine großartige geistliche  Erfahrung. Da zeigt sich etwas von der Urkraft des Glaubens. Glauben an den auferstandenen Jesus Christus. Glauben aus österlichen Anfängen. Der nie aufhört anfangen zu wollen und sich nicht all zu sehr beeindrucken lässt von den Widerständen und Gaukeleien unseres Alltags.

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