/ Wort zum Tag

Epheser 5,11.13

Bibelvers

„Beteiligt euch nicht an den fruchtlosen Werken der Finsternis, sondern deckt sie auf! Alles aber, was aufgedeckt wird, wird vom Licht durchleuchtet“

Epheser 5,11.13

„Im Dunkeln ist gut munkeln“. Vielleicht kennen Sie diesen Spruch. Er trifft zu: Was im Dunkeln geschieht, bleibt verborgen. Keiner kann es sehen. Deshalb gehen Spitzbuben oft nachts auf Tour. Sie brechen in Häuser ein, wühlen Schränke durch und stehlen, was ihnen vor die Finger kommt. Im Dunkeln haben sie leichtes Spiel. 

So ähnlich sieht das auch der Apostel Paulus. Wenn er von Finsternis spricht, geht es ihm aber weniger um die Kriminalstatistik. Vielmehr meint er damit alles, was wir ohne Gott oder gar gegen ihn tun. Das ist trübe und finster. Paulus weiß: Das Böse verbirgt sich gerne. Es liebt das Versteck. Da kann es unbeobachtet schalten und walten und seine üblen Kreise ziehen.

Was im Finstern getan wird, was das Licht scheut und unbeobachtet bleiben will, hat keine positiven Folgen. Im Gegenteil. „Fruchtlose Werke“ nennt das Paulus. Es kommt nichts Gutes dabei heraus. Es schadet und vergiftet unser Leben.

Was heimlich, still und leise geschieht, kommt oft verführerisch daher. Es verlockt zum Ausprobieren und verspricht Lustgewinn und Erfolg. Oft sieht man die schlimmen Folgen erst hinterher.

Da wird zum Beispiel hinter dem Rücken der ehelichen Beziehung ein Seitensprung gestartet. Klingt nicht schon in dem Wort eine gewisse kühne sportliche Note an? Ein kurzes Abenteuer, ohne dass es der Ehepartner mitkriegt - wer wollte etwas dagegen haben?! Abwechslung hat doch ihre Reize! Aber wir wissen: Damit wird auf lange Sicht in die Ehe ein böser Keil getrieben. Vertrauen wird verspielt. Treue wird mit Füßen getreten. Das geht nicht gut. „Fruchtlose Werke der Finsternis“.

Paulus schaut hinter die Kulissen. Er nimmt wahr, wie das Böse nicht nur unsere persönlichen Beziehungen zueinander, sondern auch die gesamte Welt ruiniert. Und das oft unter edel klingenden Parolen, wie es im vergangenen Jahrhundert bei Stalin, Hitler und Mao erlebt und erlitten worden ist. Deshalb warnt Paulus die Christen eindringlich: „Schaut genau hin! Entlarvt das Böse, und macht dabei nicht mit! Beteiligt euch nicht an den fruchtlosen Werken der Finsternis! Lasst euch nicht von dem anstecken, was womöglich „alle“ tun und was heute allgemein gang und gäbe ist.

Aber Paulus belässt es nicht beim Warnen, sondern fügt hinzu: Deckt das Böse auf. Reißt ihm die Maske vom Gesicht. Zeigt, wie es schadet! Lasst es vom Licht Gottes durchfluten!

Und tatsächlich: Wenn Licht auf eine Sache fällt, sieht manches ganz anders aus. „Alles aber, was aufgedeckt wird, wird vom Licht durchleuchtet“. Das Licht schafft Klarheit. Wo ein Licht angeht, weiß man, wohin man treten muss. Im Licht liegt offen, wie es um die Sache bestellt ist, die im Trüben begonnen hat. Ob es die politische Verführung, der heimliche Seitensprung oder die hinter vorgehaltener Hand weitergegebene Lüge oder der hinterrücks vollzogene Betrug an einem Ahnungslosen ist – alles das ist verderblich. Es zerstört Vertrauen und belastet das gute Verhältnis zu anderen Menschen.

Gott dagegen liebt offene Karten. Er liebt das Licht und die Klarheit. Und in seinem göttlichen Licht werden wir uns auch der Folgen bewusst, die unser Handeln langfristig hat. Die treten nämlich erst im Hellen zutage, wenn wir innehalten und Gott um Klarheit bitten.

Ich frage mich: Wo bin ich dabei, Versteckspiele zu betreiben und mich mit Dingen aufzuhalten, die das Licht scheuen? Wo hat sich das Böse heimlich, still und leise bei mir eingenistet, und ich habe es noch gar nicht bemerkt? Gott will uns die Augen dafür öffnen. Das mag manchmal ernüchtern und schmerzlich sein, aber es erweist sich als das Beste, was uns passieren kann.

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