/ Wort zum Tag

4. Mose 21,7

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Das Volk kam zu Mose und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zum HERRN, dass er uns von den Schlangen befreit. Und Mose betete für das Volk“

4. Mose 21,7

In einem Cartoon sitzen zwei Männer an einem Tisch, beide mit hungrigen Bäuchen. Der eine sagt: „Es gibt immer eine Lösung, sagen die Gelehrten.“ Und der andere erwidert: „Sagen die wohlgenährten Gelehrten!“ Es stimmt schon: bei Hunger kann man nicht diskutieren. Und der große Hunger weltweit sorgt auch hier für Nachdenken. Als das Volk Israel in der Wüste unterwegs war und von einem Tag auf den anderen von dem lebte, was Gott ihnen gab, hatten sie auch davon mal genug. Sie meinten, sich in Ägypten an mehr und Besseres erinnern zu können, besser jedenfalls als die magere Speise in der Wüste, wie sie es nannten. Vom Trinken ganz abgesehen.
Und sie behalten das nicht für sich, sondern schreien Gott und Mose an, dass Mose das ändern soll. Stattdessen schickt Gott Schlangen – und die beißen zu. Völlig erschrocken kommen die Israeliten zu Mose – und das ist der Bibelvers für heute: „Das Volk kam zu Mose und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zum HERRN, dass er uns von den Schlangen befreit. Und Mose betete für das Volk“ (4. Mose 21, 7). 
Und was war das jetzt? Eine verdiente Strafe? Warum ausgerechnet Schlangen? Ich habe keine Erklärung, aber eine Vermutung: die Schlange ist ein ägyptisches Tier, der Pharao trägt sogar eine Schlangenkrone. Wer zurück will nach Ägypten, wer sich nach Ägypten sehnt, obwohl es dort nur Unterdrückung und Sklaverei gab, der läuft in sein Verderben. Und hat nicht Gott sein Volk aus eben diesem Land befreit, aus dem Hunger, der Sklaverei, der Unterdrückung? Und sind sie nicht auf dem Weg ins versprochene Land?
Aber so einfach, wie sich das Volk das vorstellt, geht es nicht weiter. Sie denken ja: wir bitten Mose, Mose bittet für uns und alles ist gut. Gott sagt zu Mose: mach du eine eherne, eine eiserne Schlange. Die richtest du auf, und wer sie ansieht, wird gerettet. Das ist schon etwas anderes als mit einem Fingerschnipsen eine Plage vertreiben. Hier gehört eine Portion Vertrauen dazu. Und das fehlt dem Volk. Und wir sind da nicht besser.
Jesus Christus sagt (Joh 3, 14f): „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ Auch hier: wer glaubt schon, dass ein Gekreuzigter irgendetwas ausrichtet? Nun: Wir Christen. Da geht es um nicht weniger als das ewige Leben bei Gott, um Vergebung, um gelingendes Leben im Lichte Gottes. Um ein Leben nicht vom Brot allein, sondern von Jesus Christus her, der auch den anderen Hunger stillt.    
 


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