/ Wort zum Tag

Kolosser 2,15

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Gott hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.“

Kolosser 2,15

Das ist ein eindrucksvolles Bild: Da hat ein römischer Feldherr eine bedeutende Schlacht gewonnen, und nun zieht er in einem triumphalen Festzug durch die Straßen Roms und lässt sich feiern. Er ist der Sieger, er ist ein Held. Ganz oben und ganz vorne. Ihm folgen seine stolzen und strahlenden Truppen. Dahinter dann der jämmerliche Haufen der Besiegten. Ein gefesselter König zu Fuß, ohne die Zeichen seiner Macht, ein gedemütigter Hofstaat ohne höfische Kleidung, die demoralisierten Soldaten ohne Lanzen und Schwerter. Sie wissen, was ihnen blüht. Gefangenschaft. Sklaverei. Vielleicht sogar der Tod. Nichts Gutes jedenfalls.

Eine Szene wie aus „Ben Hur“ und „El Cid“.

Paulus hatte wohl eine solches Bild vor Augen, als er den Christen in der kleinasiatischen Stadt Kolossä diesen Satz schrieb:

„Gott hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.“

Und ich sehe ein anderes eindrucksvolles Bild: Der Sieger, der Held Jesus Christus zieht in einem umjubelten Triumphzug durch die Straßen der Welt. Dahinter schleppen sich gefesselt und gedemütigt der Satan und sein Hofstaat. All seine großen und kleinen Helfershelfer. Mächte und Gewalten. Besiegt und für immer entmachtet.

Wer waren denn diese „Mächte und Gewalten“? Es waren all jene kosmischen Gottheiten und Dämonen, die die Welt der Menschen damals bevölkert haben und vor denen sie mächtig Respekt hatten. Es waren Lehren, die den Menschen einzureden versuchten, dass sie sich selbst erlösen könnten. Entsprechend versuchten viele Menschen ihr Leben nach dem zu richten, was diese Lehren und Mächte von ihnen zu erwarten schienen. Religion ohne Gott. Religion gegen Gott. Religion der Selbsterlösung.

Auch für manche Menschen, die begonnen hatten, an Jesus Christus zu glauben, behielt diese eigenartige Religion ihre bestimmende Macht. Paulus hält kräftig dagegen: Schließt euch dem Befreier Christus an! Lasst euch nicht länger versklaven!

Lang ist’s her. Wirklich?

Die „Mächte und Gewalten“ tragen heute andere Namen, treten in anderen Verkleidungen auf - aber zunehmend bevölkern sie auch unsere scheinbar aufgeklärte Welt. Bestimmen sie, was Menschen denken, planen, tun. Ich will ihnen das nicht alles aufzählen. Ich muss es nicht. Sie können es Tag für Tag sehen und lesen. Gehen Sie nur einmal mit offenen Augen durch eine große Buchhandlung. Oder zappen Sie durch Ihre Fernsehkanäle. Oder gehen Sie ins Internet. Wer zum Beispiel bei Google den Begriff „Esoterik“ eingibt, findet mehr als 2 Millionen Einträge, Seiten, Angebote. Der Markt der Religion ohne Gott boomt.

Doch heute wie damals hält die Bibel kraftvoll dagegen: Alle diese Mächte machen nicht frei, sie versklaven. Fesseln Gedanken und Gefühle. Und fesseln Menschen an sich selbst. Der Erlöser, der Befreier heißt Jesus Christus.

Wir müssen nicht länger versuchen uns selber zu erlösen. Wir können es ja ohnehin nicht. Wir sind erlöst worden. Auf ewig freigesprochen. Auf ewig Bürger der hellen und heilen Welt des dreieinigen Gottes.

Christen ziehen hinter Christus her. Durch die Welt. Und strahlen mit ihm um die Wette.


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