/ Wort zum Tag

1. Johannes 2,12

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Demnach gibt es offenbar Zeiten, in denen es nötig ist, den Christen bestimmte Glaubenswahrheiten neu in Erinnerung zu rufen. Für den Schreiber des 1. Johannesbriefes gehörte dazu auch die Sündenvergebung.

Wer Christ ist weiß somit um die Vergebung seiner Sünden. Diese Vergebung ist begründet darin, dass Jesus am Kreuz von Golgatha für unsere Schuld gestorben ist.

Dass wir Christen an die Vergebung unserer Sünden glauben, bekennen wir oft. Aber entscheidend ist die Frage: Ist mir das noch bewusst?

Dabei sollten Sie, liebe Hörerin, lieber Hörer, jetzt nicht an andere Menschen denken, sondern an sich selbst. Denn kein Christ wird jemals so selbständig, dass er sich zutrauen darf, ganz allein als Christ seinen Weg zu gehen, sondern wir bleiben auf Jesus Christus angewiesen.

Deshalb wiederholt Johannes hier noch einmal den Kern des Evangeliums:  Jesus Christus hat die Versöhnung für unsere Sünden geschaffen. Aber das schreibt Johannes nicht deshalb, damit wir die Sünde auf die leichte Schulter nehmen. Im Gegenteil: Auf diese frohe Botschaft von der Vergebung der Sünden weist er hin, damit wir aufhören zu sündigen, damit wir immer mehr Jesus kennen und lieben lernen.

Nach meiner Überzeugung wissen wir Menschen tief in uns einigermaßen genau, was Sünde ist. Immer da, wo uns unsere eigenen Wünsche nach Besitz, Karriere oder Vergnügen wichtiger sind als die Ehre Gottes, da müssen wir uns fragen, ob wir nicht schon wieder dabei sind, zu sündigen. Anders gesagt: Die Herrschaft Jesu Christi in unserem Leben in Frage zu stellen.

Doch wie auch immer: Wir bekommen von uns aus die Sünde nicht weg. Es war für mich interessant zu lesen, was ein leitender Journalist dazu bemerkte. Er sagte: „Nur eines könnte mich zum christlichen Glauben zurückholen. Und es ist nicht die Zusicherung eines ewigen Lebens. Es ist die Aussicht auf Vergebung. Nichts stelle ich mir schlimmer vor als eine Schuld, die ewig nagt, weil man sie nie wieder gut machen kann….“ So dieser Journalist. (Der stellvertretende Chefredakteur des Magazins „Folio“ der neuen Züricher Zeitung, Retou Schneider, in idea spektrum 2)

Wie gesagt, wir bekommen die Sünde nicht einfach weg. Weder durch die Länge der Zeit noch durch Argumente, in dem wir die Schuld den anderen in die Schuhe schieben, noch dadurch, dass wir beim nächsten Mal versuchen alles besser zu machen. Die Sünde bleibt, solange wir sie nicht erkennen und Gott und den Menschen bekennen und ganz demütig glauben, dass sie uns um Jesu Christi willen vergeben ist. Interessiert habe ich gelesen, dass Margareta Lasky, eine bekannte Schauspielerin in England, die von sich selbst sagte, sie glaube nicht an Gott, sich in einer Talkshow zu dem Satz hinreißen ließ: „Um eines beneide ich die Christen, sie haben jemanden, der ihnen ihre Schuld vergibt.“

Wer sich seine Schuld von Gott vergeben lässt, kommt in das Kraftfeld Gottes und hat damit Zukunft für dieses Leben und dann auch über das Sterbebett hinaus bis in Gottes neue Welt hinein.


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren