/ Wort zum Tag

5. Mose 28,2-3

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Jesus sprach zu seinen Jüngern: Selig sind eure Augen, dass sie sehen, und eure Ohren, dass sie hören“

Matthäus 13, 16

Die ersten Anhänger Jesu verstanden nicht, warum seine Botschaft immer weniger bei den Menschen ankam. Das lag unter anderem daran: Die Menschen hörten zwar mit den Ohren die Botschaft Jesu, aber sie verweigerten sich dieser Botschaft mit dem Herzen. Sie stießen sich an Jesus, dem „Geheimnis des Himmelreichs“.
Jesus eckte schon damals bei seinen Zeitgenossen an, weil diese genau wussten, wie Gott handeln würde und wie er zu handeln hätte, wenn er denn handelte. Weil seine besonders frommen Zeitgenossen das alles so genau wussten, haben sie Jesus abgelehnt. Aber Jesus fand andere, die dann sahen, wirklich sahen, was durch ihn geschah und wer er war. Ihnen konnte er dann sagen: „Selig sind eure Augen, dass sie sehen und eure Ohren, dass sie hören.“
Und Jesus fügte hinzu: „Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört und haben es nicht gehört“ (Matthäus 13,17)

Den Jüngern ging es ja um die Frage, warum in denselben Worten Jesu die einen die Stimme Gottes vernahmen, während die anderen nur verständnislos mit den Schultern zuckten. Genau das versucht Jesus ihnen mit den Worten des Propheten Jesaja zu erklären: Es war schon immer so. Es gibt Menschen, die sich für das Reden Gottes nicht öffnen. Sie bleiben deshalb an der Oberfläche stehen. Sie merken gar nicht, wenn Gott sich ihnen nähert.

Das zeigt aber auch, dass der Mensch von sich aus nicht die Möglichkeit hat, selbst zu Gott zu kommen oder - ganz fromm gesprochen – sich zu Gott bekehren. Es sei denn, Gott gibt ihm diese Möglichkeit. Es sei denn, Gott öffnet ihm die Ohren, öffnet ihm die Augen.

Wirklich können wir Menschen die Geheimnisse des Reiches Gottes nur verstehen, wenn sie uns durch den Geist Gottes aufgeschlossen werden.

Denn wir Menschen haben Gott nicht im Griff. Wer Gott schon einmal begegnet ist oder immer wieder begegnet, der erkennt: Diese Begegnung wurde mir geschenkt. Ich konnte sie mir nicht selbst erzwingen. Insofern ist der Glaube nicht selbstverständlich.
Wer allerdings damit rechnet, dass Gott in dieser Welt handelt, ja, dass er in einer Weise in dieser Welt gegenwärtig werden kann, die im gewissen Sinne einmalig ist und deshalb alle vorher gemachten Erfahrungen übersteigen kann, der kann auch heute das hören und sehen, was die ersten Jünger Jesu damals erfahren haben.

Umso mehr lädt Jesus uns ein, Sehnsucht danach zu bekommen, um die Stimme Gottes aus den manchmal unscheinbaren Worten der Heiligen Schrift herauszuhören oder sie in den ganz normalen Ereignissen des Alltags zu vernehmen.

Ich muss nur ganz aufmerksam leben, um hinter dem, was man mir begegnet, die Wunder Gottes zu entdecken und dadurch hoffnungsvoll in die Zukunft gehen zu können.

Insofern ist es gut zu beten:
„Öffne meine Ohren, Heiliger Geist,
damit ich deine Botschaft höre.
Öffne meine Ohren, Heiliger Geist,
damit ich die Schönheit der Schöpfung sehe.
Öffne meinen Geist, Heiliger Geist,
damit ich deine Botschaft glaube.“
(Verfasser unbekannt)


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