/ Wort zum Tag

2. Samuel 7,18

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Als Nathan alle diese Worte und dies Gesicht David gesagt hatte, kam der König David und setzte sich vor dem HERRN nieder und sprach: Wer bin ich, Herr HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?"

2. Samuel 7,18

Jahrestage – das sind Momente, an denen sich ein Ereignis jährt, im persönlichen Leben oder in der Weltgeschichte. Wie begehen Sie solche Jahrestage in Ihrem Leben? Was denken Sie z.B. beim Feiern Ihres Geburtstages? Stöhnen Sie darüber, dass Sie wieder ein Jahr älter geworden sind? Oder schauen Sie dankbar zurück und staunen, wie Gott Sie bis hierher durchgetragen hat? Es ist wichtig, dass wir uns alles, was gut war, wieder vor Augen führen! Schauen Sie aber auch bewusst auf die schwierigeren Zeiten zurück! Es gibt Dinge, die wir nicht verstehen, die uns einfach zugestoßen sind. Versuchen Sie, im Rückblick herauszufinden, ob und wie Gott Sie gerade auch durch solche Leidenszeiten getragen hat!  Wir tun gut, wenn wir an großen Festtagen wie Geburtstag, Hochzeitstag oder Silvester innehalten, uns grundlegende Fragen stellen und auf das Vergangene zurückschauen.
In unserer heutigen Bibellese aus 2. Samuel 7,18 schaut König David mit den folgenden Worten staunend auf sein Leben zurück:
„Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“ David ist vom Hirtenjungen zum König geworden. Lange hatte ihn sein Vorgänger Saul verfolgt. Seine Feinde hatten ihm das Leben schwer gemacht. Er war oft auf der Flucht gewesen und hatte lebensbedrohliche Situationen erlebt. Aber Gott hatte David in all diesen Schwierigkeiten getragen und ihn zum König über ganz Israel gesetzt. Jetzt kann er dankbar zurückschauen. Beim Nachdenken über alles Gute, das Gott ihm auf seinem Lebensweg erwiesen hat, kann er nur noch staunend stammeln: „Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“ David bleibt nicht beim Rückblick stehen. Er schaut auch voraus. Auch als König geht es David nicht einfach darum, in einem schönen Haus zu leben, nein, er will zur Ehre Gottes einen Tempel bauen. Und Gott stellt sich zu diesem Plan. Gott holt in diesem Zusammenhang sogar ganz groß aus: Durch den Propheten Nathan prophezeit er David, er werde selber dafür sorgen, dass das Königreich Davids bis in Ewigkeit nie ein Ende haben solle. Das Volk soll einmal ganz zur Ruhe kommen. Auch wenn erst Davids Nachfolger den Tempel bauen wird, gilt: Gottes Gnade wird nie von seinen Nachkommen weichen.
David kann über diese Zusagen Gottes nur staunen. Einige davon haben sich später mit dem Kommen Jesu auf diese Erde bereits erfüllt. Die Bedeutung dieser Zusagen geht aber noch weiter; sie werden erst in der Ewigkeit zur letzten Erfüllung kommen.
Auch wir können über die vielen Führungen Gottes in unserem Leben staunen. Halten Sie doch einen Moment inne und denken Sie zurück, was Gott Ihnen alles an Gutem getan hat. Und in Zukunft noch tun möchte. Vielleicht hilft Ihnen dabei das alte Lied: „Nun danket alle Gott, mit Herzen, Mund und Händen; der große Dinge tut, an uns und allen Enden. Der uns von Mutterleibe und früher Kindheit an, unzählig viel zu gut, bis hierher hat getan.“ So können wir dieses Bibelwort gerade heute in unserm Herzen bewegen: „Wer bin ich, Herr, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“
 


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