/ Wort zum Tag

Psalm 57,2

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf Dich traut meine Seele.“

Psalm 57,2

„Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf Dich traut meine Seele.“ Das ist der Hilferuf eines Menschen, der nicht mehr weiter weiß. In dem Gebetbuch der Bibel, den Psalmen, stehen mehrere solcher Hilferufe. In Psalm 57 Vers 2 steht dieser Gebetsruf des Königs David. Er ist verzweifelt. Die Soldaten Sauls verfolgen ihn. Sie trachten ihm nach dem Leben. In eine der vielen Höhlen des Landes hat er sich verkrochen und sich dort versteckt. Trotz aller seiner Not und Verzweiflung hat er die Adresse seines zuverlässigsten Helfers nicht vergessen. Es ist die Adresse des lebendigen Gottes. Seinem Gott vertraut er noch. Das ist seine Rettung.
Im Geiste sehe ich David vor mir, wie er wie ein Kind vor Gott, dem Vater kniet. Sein Blick geht fragend und Hilfe suchend nach oben. Seine Augen suchen die Augen Gottes. Ob Gott gnädig herab schaut zu ihm? Ob er ihm barmherzig ist? Wie wird er antworten? Was geht in dem Herzen Gottes vor?
Im Herzen Davids gibt es nur einen Gedanken. „Nur Gott kann mir helfen. Ihm vertraue ich.“  Wie ein Ertrinkender klammert er sich an die Zusage Gottes: „Rufe mich an in der Not, so will ich Dich erretten“ (Psalm 50,15).  Damit hat David nicht auf die falsche Karte gesetzt.
Was einen Menschen so in Verzweiflung und Anfechtung treiben kann, ist so vielfältig wie das Leben. Auch wir kennen persönliche Feinde, Mitmenschen, die uns das Leben schwer machen. Am liebsten möchten wir uns manchmal in unserer Wohnung wie in einer Höhle zurückziehen. Abschotten möchten wir uns von den Menschen, die uns nerven und mit ihren Bosheiten nicht in Ruhe lassen.
Aber wir haben auch viele innere Feinde. Böse Gedanken, Hass und Stolz treiben uns in die Arme des Bösen. Auch wir machen gewollt und ungewollt Nachbarn, Freunden, Arbeitskollegen oder Familienmitgliedern das Leben schwer. Wir sind gefangen in uns selbst. Ohne Hilfe von außen kommen wir da nicht raus. Wer ist uns noch gnädig? Wer rettet uns vor anderen und vor uns selbst?
Nicht nur uns geht es so. Verzweifelte Menschen um uns herum gibt es genug. Irgendeine schwere Schuld mag meinen Nachbarn drücken. Enttäuscht über sich selbst ist ein Freund am Ende seiner Möglichkeiten und weiß keinen Ausweg. Er kann sich selber nicht vergeben. Aus eigener Kraft findet er aus der Sackgasse der Schuld nicht heraus. Um ihn herum ist es Nacht, undurchdringliche Finsternis. Ob sein Leben noch einen Sinn hat? Keiner kann ihm helfen, nur der, der über ihm ist. Gott. Er allein hat den Überblick. Nur er kann das rettende Positionslicht setzen. Nur er kann ihm die Schuld vergeben. Nur er kann ihn aus dem Dunkel seiner Angst gnädig herausführen.
Wer Gott vertraut, ruft nicht umsonst. Jeder Hilferuf, jede Bitte um Gnade trifft das Herz Gottes. Nicht nur das Kruzifix auf meinem Schreibtisch, sondern alle Kreuze erinnern mich daran. Auch heute gilt seine Gnade für mich. Auch für Sie, lieber Hörer! Vertrauen Sie sich ihm an. Nur der gekreuzigte Christus kann wirklich retten aus Schuld und Verzweiflung. Er kann Sie auch heute  froh machen. Einen guten Tag!
 


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