/ Wort zum Tag

Matthäus 3,16

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen."

Matthäus 3,16

Etwas Neues beginnt. Ein Lebensabschnitt, ein Umzug, eine neue Ausbildung
oder ganz einfach: heute mit diesem Tag. Für viele ein ganz gewöhnlicher Alltag ohne, dass etwas Aufregendes geschieht. Oder doch? Ich lese ein Bibelwort an diesem Tag, das mich trifft und erreicht. Es berichtet von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer und sagt dazu: „...da tat sich der Himmel auf und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und eine Stimme vom Himmel sprach: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“
Wovon spricht dieses Wort?
Zunächst von einer großen Sehnsucht der Menschen damals. Viele hatten sich aus Jerusalem und Umgebung zu Johannes, dem Täufer, aufgemacht, der in der Wüste zur Buße,  zur Umkehr aufrief. Da war plötzlich etwas aufgebrochen, was man nicht machen kann. Die Menschen spürten die Leere, Schuld und Sinnlosigkeit in ihrem Leben. Mitten in der Wüste traf sie die Predigt vom Gericht und dem kommenden Himmelreich. Sie waren angesprochen. Sie suchten Antworten für ihr Leben. Lassen wir uns heute noch ansprechen? Trifft uns eine Gerichtspredigt oder ein Wort vom kommenden Himmelreich? „Tut Buße! Ändert euer Leben! Das Himmelreich ist nahe!“
Es ist sogar da – gegenwärtig. Jesus steht mit in der langen Schlange der Sünder und will auch getauft werden. Das Himmelreich mitten unter ihnen. In Jesus. Er – der Heiland der Welt, der von keiner Sünde wusste, stellt sich zu den Sündern und lässt sich von Johannes taufen. Da öffnet sich der Himmel über ihm. Der Geist Gottes kommt wie eine Taube auf ihn herab und eine Stimme vom Himmel sagt: „Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“!
Was für ein Zuspruch! Vom Himmel vor aller Welt ausgesprochen. Öffentliche Proklamation und Berufung zugleich. Jesus hört den Vater und weiß: Ich bin geliebt. In dieser Gewissheit kann er seine Wirksamkeit beginnen und sich auf den Weg machen zu den Armen, Kranken und den Suchenden, um ihnen von der rettenden Liebe des Vaters zu erzählen.
Menschen spürten diese Vater-Kind-Beziehung, die Jesus lebte. Besonders seine Jünger wünschten sich, auch in einer so vertrauensvollen Hinwendung zum Vater beten zu können. So schenkte ihnen Jesus das „Vater-unser“.
Das ist etwas Befreiendes und Großes für diesen Tag und alle Tage.

Ich wünsche Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, dass für Sie mit diesem Wort heute etwas Neues beginnt oder Wissen neu aufleuchtet. Irgendwo in Ihrer Wüste - in Ihrem Kummer oder in Ihrer Aussichtslosigkeit. Vielleicht erinnern Sie sich an Ihren Taufspruch und das Bibelwort: „Ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein (mein geliebtes Kind)!“. Aber nicht nur in der Taufe, immer wieder darf ich diesen Zuspruch hören: in einem seelsorgerlichen Gespräch oder heute in diesem „Wort zum Tag“.
Mit seinem Zuspruch ist Jesus jetzt bei uns, um uns zu sagen: Wenn auch Wüste und Alltag bleiben, so ist doch der Himmel offen für dich.
Kehr um! Vertraue dich dem Vater an!
Du bist geliebt. Du gehörst zu mir!


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