/ Wort zum Tag

Römer 6,11

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

So auch ihr, haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.

Römer 6,11

Paulus schreibt: „Haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus“. Das ist eine schwer zu verstehende Ausdrucksweise des Paulus. Darum nun noch einmal derselbe Satz  - diesmal nach der Guten Nachricht. Sie formuliert: Genauso müsst ihr von euch selbst denken, ihr seid tot für die Sünde.

Vor einigen Tagen hatten wir in unserem Gesprächskreis  genau darüber eine heiße Diskussion. Uns fiel auf, dass tot sein für die Sünde noch etwas anderes ist als die Einsicht, dass Jesus Christus für uns gestorben ist. Ihr seid gestorben und darum tot für die Sünde. Aber wie geht das? Wie kann das sein?

Neulich habe ich einen Film über die Country-Musik der USA gesehen. Diese Musik sei, so wurde erklärt, in einem riesigen Höhenzug der Vereinigten Staaten beheimatet– den Appalachen. Dort sind aber auch – so wurde behauptet - einige Täler so abgeschieden, dass sich Gesetzlose dorthin zurückziehen. Menschen täuschen ihren eigenen Tod vor und tauchen dann ab. Sie wollen für tot gelten, damit niemand mehr nach ihnen sucht. Wenn sie erst einmal für tot erklärt worden sind, dann haben sie Ruhe vor ihren Verfolgern.

Genau das meint Paulus hier auch. Haltet dafür! Seht euch so an! Hier handelt es sich nicht um einen Befehl, sondern um eine Beschreibung. Die Christen von Rom und anderswo bekommen damit nicht den Auftrag, so zu werden, sondern sie sollen erkennen, dass sie so sind. Geht doch davon aus! Tot für die Sünde. In Christus ist das die Wirklichkeit. Er ist gestorben und hat den Versucher und damit die bedrohliche Sünde abgelenkt. Die Sünde bzw. der Versucher denkt jetzt, wir seien gestorben. Er kann uns nicht mehr in sein Kraftfeld ziehen. So können wir abtauchen aus dem Bann der Sünde. Wir sind tot für die Sünde.

Wer einmal in diese Appalachentäler abgetaucht ist, den wird niemand mehr finden - es sei denn er will es selbst. Natürlich kann sich jeder wieder bemerkbar machen und auffällig werden. Dann wird er auch wieder gesucht.  Genauso ist es auch mit der Sünde. Wenn ich mit der Sünde liebäugele, wenn ich entdecke, dass sie eigentlich ganz kokett ist, dann hat sich mich schnell gefunden. Aber die Not sich zu verstecken beginnt damit wieder von vorn. Jesus Christus will uns genau davor schützen. Dann brauchen wir mit der Sünde nicht mehr kokettieren, ja, wir entdecken ihre eigentlich zerstörerische Macht.

Wer einmal an diesem Punkt angelangt ist, der freut sich darauf mit Gott zu leben. Mit Gott unterwegs zu sein und immer wieder zu entdecken, dass Gott mich schützt – auch vor der Sünde. So ähnlich vielleicht, wie er auch  Kain, den bruder Abels, schützen wollte, als er ihn mahnte: Die Sünde lauert vor der Tür deines Herzens. Öffne ihr nicht. Beherrsche sie – und dich.

Zu dieser Freude, mit Gott zu leben, kommt aber noch eine zweite – die Freude für Gott zu leben. Nicht nur seinen Schutz in Anspruch zu nehmen, sondern auch für ihn unterwegs zu sein. Diese Freude kann wachsen mit der Erkenntnis: Gott ist mein Schutz. Er steht mir bei – auch im täglichen Kampf gegen die Sünde und mich selbst. Gut, dass er an meiner Seite ist.


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