/ Wort zum Tag

Matthäus 6,19-21

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.

Matthäus 6,19-21

Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto 1 Million Euro gewinnen würden? Mal ganz ehrlich! Sind Sie sicher, dass Sie dann glücklicher wären, als sie es heute sind?

Macht Geld wirklich glücklich?

John David Rockefeller besass mehr Geld als fast alle Menschen seiner Zeit. Er sagte dazu: „Ich habe viele Millionen verdient, aber das Glück haben sie mir nicht gebracht.“ Und Henry Ford erkannte am Ende seines Lebens: „Ich war glücklicher, als ich noch Mechaniker war.“ Offensichtlich gilt das biblische Wort: „Geben macht glücklicher als Nehmen.“ (Apg 20,35, Hfa)

Das hat auch eine Forschergruppe der Harvard University herausgefunden. Sie hat in verschiedenen Studien untersucht, ob es einen Unterschied für das eigene Wohlbefinden macht, ob man Geld für sich selbst oder für andere ausgibt. In 120 von 136 Ländern rund um den Erdball haben die Wissenschaftler festgestellt, dass Menschen, die Geld für andere ausgegeben hatten, egal ob sie arm oder reich waren, sich nachher glücklicher fühlten als vorher. –

Reichtum macht unfrei und kann uns binden. Je mehr wir davon haben, desto mehr haben wir zu hüten, zu verwalten und auch zu verlieren. Wie schnell hängen wir unser Herz an materielle und vergängliche Dinge! Der Philosoph Schopenhauer sagte einmal: „Geld ist wie das Meereswasser: Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.“

Jesus hat eine andere Botschaft. Er ruft uns zu: „Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6,19-21)

Deshalb müssen wir uns fragen: Woran hänge ich mein Herz? Was bewegt mich, wofür lebe ich? Was ist mein wichtigster Schatz?

Ist es Gott – oder ist es mein Besitz, mein Lebensstandard und Luxus? Schatz und Herz – das gehört zusammen. Die Bibel sagt: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.“ (Mt 6,21)

Der lebendige Gott allein hat das Recht, unser Herz zu beanspruchen und zu besitzen. Er möchte der Mittelpunkt unseres Lebens sein, um den sich alles dreht. Er möchte der Schatz sein, der unser Leben reich macht und uns Zukunft gibt. Darum betont Jesus: „Niemand kann zwei Herren dienen… Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!“ (Mt 6,24). Mammon ist der Besitz, auf den man sich verlässt. –

Damit Sie mich richtig verstehen. Auch wenn es für einen Reichen sehr schwer ist, ins Reich Gottes zu kommen, verurteilt die Bibel nicht automatisch jeden Reichen.

Genauso wenig wird von jedem Christen verlangt, auf seinen ganzen Besitz zu verzichten und ihn an die Armen zu verteilen. Wie so oft, geht es um den richtigen Stellenwert der geschaffenen Dinge, um die richtige Einstellung dazu. König David, ein nicht gerade armer Mann, gibt uns den hilfreichen Tipp: „Fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran“ (Ps 62,11). Auch die Nachfolger Jesu haben ein Recht auf Eigentum wie Josef von Arimathäa oder Zachäus. Das christliche Geben ist eine freiwillige Angelegenheit (Apg 5,4). Trotzdem gilt: Wir können nicht gleichzeitig ein verschwenderisches Leben führen und ein gutes Gewissen haben. Paulus beschreibt zwei Gefahren des Reichtums: Er kann dazu führen, dass wir Gott vergessen und unsere Mitmenschen verachten (1Tim 6,17-19). Der Materialismus lässt die Menschen überheblich werden, so dass sie auf andere herabschauen. Doch wie viele haben sich schon als Reiche ins Bett gelegt und sind als Arme aufgewacht. Reichtum ist – auch nach den Worten Jesu – unsicher und vergänglich.

Wie können wir uns dann unvergängliche Schätze im Himmel sammeln? Indem wir freigebig und genügsam werden. Denn nicht der Besitz ist unser Feind, sondern die Unersättlichkeit, die Habgier (1Tim 6,6-10). Unser Gott ist ein freigebiger Gott. Sind wir es auch? Jim Elliot nennt uns einen Prüfstein: „Wenn Du etwas besitzt, das Du nicht weggeben kannst, besitzt Du es nicht – sondern es besitzt Dich!“


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