/ Wort zum Tag

Matthäus 5,14

Bibelvers

"Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein."

Matthäus 5,14

Städte liegen meistens in einer Ebene oder im Tal. Es gibt aber auch Städte, die auf einem Berg liegen. So auch die Stadt Siegen, in der ich wohne. Das Wahrzeichen der Stadt Siegen ist das sogenannte „Krönchen“. Das ist eine goldene Krone auf einer Kirche, die auf einem Berg mitten in der Stadt liegt. Man sieht das Krönchen von weit her. Auch nachts, denn dann ist es beleuchtet. Das passt zu dem heutigen Bibelwort aus Matthäus 5,14. Jesus sagt: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein“. So wie das Krönchen in der Stadt Siegen, so sind auch die Christen. Sie sind sichtbar. Sie werden wahrgenommen. Sie werden wahrgenommen wie ein Licht in einer dunklen Welt. Sie sind sozusagen ein Lichtblick für diese Welt.

Mancher Christ, der dieses Wort hört, empfindet es vielleicht eher als einen Druck. Wenn andere genau auf mich achten, dann kann ich ja nur schlecht abschneiden. Ich mache doch immer wieder etwas falsch. Und bekomme dann womöglich von anderen zu hören: „Und du willst ein Christ sein…?“. Wir müssen genau hingucken, was hier steht. Jesus sagt nicht. Ihr sollt das Licht der Welt sein. Eine Stadt auf dem Berge soll nicht verborgen sein. Sondern er sagt. „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.“
Jesus möchte seinen Leuten durch diese Worte Mut machen. Er möchte ihnen sagen: Ihr könnt gar nicht anders als ein Licht für mich zu sein.

Menschen, die zu Jesus gehören, haben also eine Ausstrahlung. Sie strahlen das Licht von Jesus aus. Nicht weil sie immer stark sind. Auch nicht weil sie immer alles richtig machen. Sondern weil der Geist von Jesus in ihnen wirkt. Weil das, was sie mit ihm erleben, spürbar wird. Ich kann mich z.B. erinnern an eine ältere Frau, die ich besuchte. Eine überzeugte Christin. Sie hatte ein ganz schweres Leben hinter sich. Sie hatte kurz hintereinander ihren Mann, ihre Tochter und ihre Eltern verloren. Trotzdem strahlte sie eine unglaubliche Freude aus. Eine Freude, die in ihrem Glauben begründet war. Der Trost, den sie erfahren hat, die Kraft, die Jesus ihr geschenkt hat, die konnte man auf ihrem Gesicht sehen. Wahrscheinlich war sie sich selbst dessen gar nicht so bewusst. Aber mich hat das sehr beeindruckt.

Vielleicht fragen Sie sich: Was kann ich als Christ schon bewegen? Wie kann ich andere überzeugen? Jesus sagt uns heute: Das fängt nicht mit großen Ideen und Programmen an. Das Entscheidende ist, dass du dich mir ganz anvertraust. Dass du dich neu öffnest für meine Liebe und meine Vergebung. Dann wirst du ein Zeichen sein in dieser Welt. Dann wird das, was dir wichtig ist, anderen nicht verborgen bleiben. Auch wenn du schwach bist. Auch wenn du versagst. Denn Gottes Geist wirkt durch dich. Jesus gibt seinen Leuten dadurch eine unglaubliche Würde. Als Christen brauchen wir nicht zu denken: Ich bin so klein und kann doch nichts erreichen. Sondern ich kann darauf vertrauen: Gott mit seiner ganzen Kraft steht hinter mir. In dieser Kraft kann ich mutig die Schritte gehen und die Dinge anpacken, die jetzt dran sind.

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