/ Wort zum Tag

1. Samuel 3,9

Bibelvers

"Da merkte Eli, dass der HERR den Knaben rief, und sprach zu ihm: Geh wieder hin und lege dich schlafen; und wenn du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR, denn dein Knecht hört. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort"

1. Samuel 3,9

Ein Mann geht zum Arzt. Er erzählt dem Arzt: „Ich habe schreckliche Schmerzen in der Magengegend. Und dann habe ich noch Fieber und Probleme beim Schlucken.“ Nachdem er seine Krankengeschichte zu Ende erzählt hat, steht er auf und geht. Er sagte dem Arzt noch: „Danke, dass sie mir zugehört haben.“ Der Arzt ruft noch hinterher: „Wollen Sie nicht wissen, was Sie haben?“ Aber da ist der Mann schon draußen. So etwas würde natürlich kein Mensch tun. Wenn man zum Arzt geht, will man wissen, was man hat. Und was man dagegen tun kann. Die Frage ist aber, ob wir Christen uns beim Beten nicht oft genauso verhalten. Wir sagen Gott, wo der Schuh drückt. Wir breiten unsere Probleme vor ihm aus. Dann sagen wir „Amen“ und das Gebet ist beendet. Wir denken vielleicht: Gut, dass ich das alles einmal aussprechen konnte. Aber wir rechnen nicht wirklich damit, dass Gott uns antwortet.

In unserem heutigen Bibelwort aus 1.Samuel 3, Vers 9 ist das anders. Da heißt es: „Rede, denn dein Knecht hört.“ Das soll Samuel zu Gott sagen. Und das tut er dann auch. Für uns kann das ein Vorbild sein: Dass wir nicht nur Gott alles sagen, was uns beschäftigt. Sondern dass wir auch damit rechnen: Gott antwortet. Er redet auch mit uns

Und wie tut er das? Zuerst durch die Bibel. Die Bibel ist Gottes Wort. Wenn wir auf die Bibel hören oder in der Bibel lesen, können wir erfahren: Da redet Gott mit mir. Ich kann mich z.B. an einen Gottesdienst erinnern, den ich als Konfirmand besuchte. Ich weiß nicht mehr, worum es in dem Gottesdienst ging. Aber ich weiß, dass da das Bibelwort vorkam, wo es heißt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ Ich habe gemerkt: Das sagt Gott jetzt zu mir. Er sagt mir. Ich will dich bei mir haben. Das war für mich der Anfang im Christsein. Auch später habe ich immer wieder erfahren, dass Gott durch Bibelworte mit mir spricht. Und das Größte ist: Durch die Bibel zeigt Gott mir, was er für mich getan hat durch Jesus. Dass Jesus für mich gestorben und auferstanden ist. Dass ich darum immer neu anfangen kann und immer Hoffnung haben kann. Egal, was mir gerade das Leben schwer macht.

Manchmal redet Gott auch noch anders. Z.B. durch andere Menschen, durch Ereignisse oder durch Gedanken. Haben Sie es schon einmal erlebt, dass Gott ganz konkret zu Ihnen gesprochen hat? Z.B., dass er Ihnen Mut gemacht hat in einer Notlage. Oder dass er Ihnen gesagt hat, was sie tun sollen, als Sie vor einer wichtigen Entscheidung standen. Vergessen Sie solche Erfahrungen nicht! Sie können Ihnen Mut machen, neu darauf zu vertrauen: Gott spricht mit mir.

Vielleicht wünschen Sie es sich auch gerade jetzt, eine Antwort von Gott zu hören. Wir können es nicht erzwingen, dass er uns etwas sagt. Aber wir können damit rechnen, dass er spricht und das ganz bewusst von ihm erwarten. Dann sind wir offen für ihn und stehen nicht so schnell in der Gefahr, seine Stimme zu überhören. Ich lade Sie ein, heute ganz bewusst zu beten: “Rede, denn dein Knecht hört.“

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