/ Wort zum Tag

1. Petrus 2,9

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Ihr seid das Volk, das er sich zu eigen machte, damit ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.“

1. Petrus 2,9

„Ihr seid das Volk, das er sich zu eigen machte, damit ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.“ Dieses Wort aus dem ersten Petrusbrief Kapitel 2 Vers 9 begleitet uns durch den besonderen Tag heute. In vielen Kirchen wird am 6. Januar das „Erscheinungsfest“ mit festlichen Gottesdiensten gefeiert. Das ist eigentlich noch einmal Weihnachten! Matthäus berichtet in seinem Evangelium (Kap. 2), dass Gelehrte aus dem „Morgenland“, Weise genannt oder Könige, zur Anbetung an die Krippe Jesu kamen. So wie zuvor die Hirten. Also: die ganze Welt geht das Kommen Jesu Christi an. Dafür stehen diese „Weisen aus dem Morgenland“.  Damit ist auch angesprochen, wer das Volk ist, „das er sich zu eigen machte“, wer zu diesem Volk gehört. Eben die, die sich bei Jesus einfinden - bei dem, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ (Joh. 8, 12). Und wer diesem Licht begegnet ist, der kann das nicht verschweigen. Ich denke, dass es daran zu erkennen ist, ob ich zu diesem Volk gehöre, das „er sich zu eigen“ gemacht hat. Mit zu dem Eindrücklichsten der Weihnachtsgeschichte gehört das, was von den Hirten gesagt ist: sie sprachen von dem, was sie erlebt hatten, „breiteten es aus,“  verkündigten das, so dass sich viele über sie wunderten - und die Hirten lobten Gott! (Lukas 2)  Die „Weisen aus dem Morgenland“ haben ganz bestimmt ihr Erleben mit  dem
Kind in der Krippe auch nicht verschwiegen. Das Wort aus dem Petrusbrief erinnert die Gemeinde, an die der Brief zuerst gerichtet wurde, daran: vergesst nicht, wer ihr seid,
wohin ihr gehört und verschweigt das nicht. Das ist für das „Volk Gottes“, für die Kirche Jesu Christi, für alle, die dazu gehören, heute nicht weniger wichtig,  ja, es ist geradezu
entscheidend. Gott hat sich sein Volk berufen, damit es verkündigt, was es heißt, in sein Licht gestellt zu sein. Es ist also ein Auftrag damit verbunden, der keine Ausgrenzung anderer nach sich ziehen darf, der aber auch keinen Rückzug aus der Verantwortung zur  Verkündigung der „Wohltaten“ Gottes zulässt. Und was ist die „Wohltat“ Gottes? Das ist die Befreiung zu einem getrosten und hoffnungsvollen Leben durch das Evangelium, das Orientierung gibt durch Jesus Christus, der das Licht ist. Inmitten aller Verwirrungen, Widersprüchlichkeiten, Bedrohungen und auch bei all dem, was in mir selbst fragwürdig und beängstigend ist - Christus ist das Licht, der mich aus diesen „Finsternissen“ herausbringt.
Ich erinnere mich an die Einfahrt in einen Hafen in Südamerika bei finsterer Nacht, wie froh ich war, das immer wieder aufstrahlende Licht des Leuchturms zu sehen und zu wissen: das gibt dem Kapitän Orientierung und bringt das Schiff sicher ans Ziel. Christus ist das Licht. Er gibt Orientierung. Dass wir uns darauf verlassen - das wünsche ich Ihnen und mir.
 


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