/ Wort zum Tag

Jesaja 55,1

Bibelvers

"Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch! "

Jesaja 55,1

Haben Sie heute Morgen auch solch einen Durst verspürt? Das gute Essen gestern Abend, ein Glas Wein oder auch zwei. Durst kann richtig unangenehm sein. Es gibt nur einen Weg: Etwas trinken. Aber was? Ich könnte mir eine Cola oder Fanta genehmigen. Aber das sind Zuckerbomben. Oder ich brühe mir eine große Kanne Kaffee. Doch dann kommen mein Herz, mein Kreislauf und auch mein Magen möglicherweise schnell an ihre Grenzen. Oder ich greife zu harten Sachen und bin bald mehr oder weniger stark benebelt. Durst löschen, geht am besten mit Wasser. Das war schon immer so. Deshalb ruft der Prophet Jesaja seinen Landsleuten vor 2.600 Jahren zu: "Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!" Klar ist: Es geht um den Lebensdurst. Es geht um die vielen, die es gerade an der Stelle verkehrt anpacken. Sie suchen das Leben da, wo es nicht wirklich zu finden ist. Sie wollen den Lebensdurst mit untauglichen Mitteln löschen, … und landen dabei nicht selten in der Sucht. Sie beschenken sich mit ausgesuchten, schönen Geschenken. Sie gönnen sich sehr gutes Essen und Trinken. Sie feiern das Fest der Feste, … und doch bleibt so oft ein schaler Beigeschmack. Was ist dann zu tun?
Ein paar Zeilen weiter bittet Jesaja im Auftrag Gottes: Neigt eure Ohren und kommt her zu mir. Höret, so werdet ihr leben. Nun, mancher mag es schon gar nicht mehr hören, … diese Einladung, auf Gott, sein Wort zu hören, sich für Jesus zu entscheiden, an ihn zu glauben, ihm zu vertrauen. Sie fragen mit Recht: Was soll sich dadurch ändern?
Jesaja weist deutlich darauf hin: Alle Veränderung beginnt beim Hören. Denn: Wer wirklich Gott hören will, der muss zuerst still werden, der muss sich konzentrieren. Wer sich aber darauf einlässt, wird erfahren: Das verändert das Denken und Fühlen oder biblisch: das Herz. Wenn es gut läuft, entwickelt sich eine ganz neue Sicht, ein neues Leben. Man dreht sich nicht mehr so viel um sich selbst.
Ich denke an den Bericht einer alleinstehenden älteren Dame. Sie ärgerte sich über ihre Nachbarn ein Stockwerk höher. Das ständige Geschrei von zwei kleinen Kindern nervte sie. Während einer Predigt wurde ihr aber bewusst: Was mache ich eigentlich? Ich bin doch eigentlich auf dem Holzweg.  Anstatt mich ständig immer nur aufzuregen, sollte ich besser für die jungen Leute beten. Damit begann die Veränderung. Wenige Tage später ergab sich ein Gespräch mit der jungen Frau. Und noch ein paar Tage später nahm sie ihre einige Arbeiten ab. Das Geschrei über ihr wurde weniger und erinnerte sie jetzt daran: Ich habe eine neue Familie gefunden. Aus Ärger und Unzufriedenheit war Dankbarkeit, aus Unruhe war Erfüllung geworden. Ich wünsche Ihnen für den zweiten Weihnachtsfeiertag, dass durch das Hören auf Gottes Wort auch in Ihrem Leben Veränderungen beginnen.
 

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