/ Wort zum Tag

Lukas 2,9-11

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Die Hirten fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren“

Lukas 2,9-11

Als in der Nacht auf dem Felde der Engel zu den Hirten kam, fürchteten sich diese ansonsten so rauen Gesellen sehr. Darum sprach der Engel: „Fürchtet euch nicht!“ Das ist sozusagen die Grundsatzerklärung Gottes, die allen seinen außergewöhnlichen Botschaften voran geht: „Fürchtet euch nicht!“

Es wäre für Gott sicher ein Leichtes gewesen, den Engel nicht bei Nacht zu den Hirten zu schicken, sondern alle wichtigen jüdischen Religionsvertreter von Jerusalem einzuladen und ihnen diese außergewöhnliche Nachricht zu überbringen. Aber Gott wollte alle erreichen. Darum sagt der Engel: „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird …“. Gott will alle. Nicht nur die großen religiösen Vertreter, sondern auch die armen Leute, die einfachen Leute, die die von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, die am Rande leben. Darum informiert Gott nicht zuerst die Jerusalemer vornehme Gesellschaft, sondern die Hirten auf dem Feld. Die Hirten, die dort zusammen mit ihren Herden sind.

Schon im Alten Testament wird erwähnt, dass ein Ochse seinen Herrn kennt und ein Esel die Krippe seines Herrn. Aber Gottes Volk vernehme es nicht. Wörtlich heißt es beim Propheten Jesaja: „Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber …mein Volk vernimmt es nicht“ (Jesaja 1, 5).

Deshalb sind wir heute gefragt, ob wir anders als die Mehrheit der Israeliten damals die Stimme Gottes vernehmen. Ob wir seine frohe Botschaft hören: „Denn euch ist heute der Heiland geboren.“ Anders gesagt: „Der Retter der Welt geboren.“ Als der amerikanische Kosmonaut James Irvin auf dem Mond gelandet war, sagte er: „Der größte Tag der Weltgeschichte war nicht, als der erste Mensch den Mond betrat, sondern als Gottes Sohn auf die Erde kam.“

An diesen Tag werden wir heute erinnert. Genauer gesagt an die damit verbundene Botschaft. Noch genauer gesagt an den, um den es ausschließlich geht: Jesus Christus. Diese Botschaft ist in diesen Tagen überall zu hören. Auch in den Medien kommt sie immer wieder zur Sprache. Nicht nur im ERF. Zig Millionen Menschen weltweit hören diesen Ruf: „Euch ist heute der Heiland geboren.“

Höre ich diese Botschaft noch? Oder höre ich schon gar nicht mehr richtig hin? Oder geht sie sogar an meinem Ohr völlig vorbei?

In einem einzigen Satz ist diese frohe Botschaft des Heiligen Abends zusammengefasst: „Uns ist heute der Heiland geboren.“ Uns - also für jeden, für alle. Egal wo ich wohne. Egal ob ich Heiligabend feiere, egal wie ich feiere. Es spielt keine Rolle, ob ich zuhause bin oder unterwegs. Ob einsam oder mit anderen zusammen. Ob im Nachtdienst, bei der Bahn oder im Krankenhaus. Ob ich gerade traurig bin oder vor Freude am liebsten platzen würde. Ob gesund oder krank. Selbst für die Menschen in den Kriegsgebieten oder in den Flüchtlingslagern oder in Gefängnissen gilt diese einzigartige Botschaft: „Uns ist heute der Heiland geboren.“ Ich nenne deshalb so viele Orte und Möglichkeiten, um eins deutlich zu machen: Im tiefsten Grunde kann keiner sagen, ihm sei der Heiland nicht geboren. Denn – wie heißt es bei dem Evangelisten Johannes: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3, 16).

Noch einmal: So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er für alle, die auf dieser Erde wohnen, seinen einzigen Sohn gab. Darum kann jeder Mensch das, was damals der Engel zu den Hirten gesagt hat, auch für sich in Anspruch nehmen: „Fürchte dich nicht. Siehe, ich verkündige dir große Freude, die dir widerfahren wird. Denn dir ist heute der Heiland geboren.“ Diese Botschaft gilt für Sie und für mich und für die, an die wir heute denken, auch.


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