/ Wort zum Tag

1. Samuel 17,47

Bibelvers

"..und damit diese ganze Gemeinde innewerde, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spieß hilft; denn der Krieg ist des HERRN und er wird euch in unsere Hände geben."

1. Samuel 17,47

Es war nicht Davids Selbstvertrauen, sondern sein Glaube, der ihm Mut verleiht. Deshalb kann er sich dem Riesen Goliat stellen. Einem Kampf, der sprichwörtlich wurde: David gegen Goliat. Schwach gegen stark. Klein gegen Groß. Nahezu aussichtslos und dennoch ein gewaltiger Sieg!
Im Vertrauen auf Gott tritt der junge Hirte dem gewaltigen Riesen und seinem Heer entgegen. Im Vertrauen auf Gott kann David sagen: „Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Spieß, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn“ (1.Sam. 17,45)! – Das ist dem David mehr wert als alles andere: Sein Gott! Seine Verheißungen! Seine erfahrene Hilfe schon in der Vergangenheit! – Auf diesen Gott ist Verlass!

Vielleicht erinnert sich David an eine andere Aussage aus der Geschichte Israels. Eine ähnlich ausweglose Situation: Die Kriegsmaschine Ägyptens steht kurz davor, das schwache Sklavenvolk ins Meer zu drängen. Doch Mose macht Mut: „Fürchtet euch nicht, steht fest und seht zu, was für ein Heil der HERR heute an euch tun wird. … Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein“ (2.Mose 14, 13f)!

Und in der Tat: Gott handelt und bringt dem Feind eine vernichtende Niederlage bei. Das Volk aber zieht weiter und singt seinem Gott ein Loblied.

Dieser Gott ist derselbe auch heute. Das weiß David! Und kann so dem Riesen, der vor ihm aufragt, mutig sagen: „Heute wird dich der Herr in meine Hand geben … damit alle Welt innewerde, dass Israel einen Gott hat, - und damit diese ganze Gemeinde innewerde, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spieß hilft“ (1.Sam 17,46f)!

Ja, Gott handelt oft anders als wir denken. Aber er handelt auch gerade dann, wenn wir in Not sind. Dann dürfen wir ihn anrufen und ihn preisen, wenn er uns wieder einmal seine Größe und Hilfe gezeigt hat. Denn Gott ist „größer; größer als ich denken kann“, wie es in einem Lied heißt.

Auch uns  soll das – wie der Gemeinde Israels damals – wieder neu bewusst werden.
Gott ist größer als alle Riesen. Auch wenn die Riesen im Lebensalltag heute anders heißen.
Angst z.B. - Oder Arbeit und Stress. Sogar manche verzwickte Familiensituation kann wieder aufgebrochen werden. 
Mit Gottes Hilfe können wir Mauern des Zweifels überspringen! Und im Glauben erleben, wie Berge verschwinden, die uns die Aussicht nahmen.
Egal, wie groß die Bedrohung, wir dürfen innewerden, dass Gott Herr ist! Herr über alles. Und er handelt „über bitten und verstehen“ (Eph.3,20)!

David hat das erfahren. Er führt das in verschiedenen Psalmen an:
„Sei stille und warte auf ihn“; so singt er in Psalm 37 (V7).
Ein anderer Psalm endet so: „Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin!“ (Psalm 46,11f)!

Solches „stille- und innewerden“ will dazu führen, dass eine neue Perspektive unser Handeln bestimmt.  Vielleicht ähnlich wie bei Martin Rinckart (1586-1649). Der als „Ambrosius der evangelischen Kirche“ Bezeichnete stand während des Dreißigjährigen Kriegs vielen Menschen mit außergewöhnlichem Mut und großer Liebe bei. Sein Siegelring trug die Gravur: MVSICA -„Mein Vertrauen steht in Christus allein! (*) - Dazu möchte ich heute Mut machen!

(*)Aus Axel Kühner, Voller Freude und Gelassenheit, 365 Andachten,  S. 259.

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