/ Wort zum Tag

Offenbarung 3,20

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer immer auf meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren und das Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.“

Offenbarung 3,20

Können Sie sich vorstellen, dass eine christliche Gemeinde ihre Gottesdienste ohne Jesus feiert? Als Teilnehmer würde man zwar die bekannten Worte hören: „Wir sind hier versammelt im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Es würden Jesuslieder gesungen. Zu Jesus würde auch gebetet.
Aber keinem würde auffallen, dass Jesus nicht anwesend ist. Er wäre nicht mitten in seiner Gemeinde, sondern stünde vor der Tür. Alles würde ablaufen wie sonst. Es hat auch den Anschein, als wäre Jesus da. Aber es scheint nur so. Denn er steht vor der Tür. Weil er aber der Herr seiner Gemeinde sein will, macht er sich bemerkbar. Denn er will nicht außen vor sein.
Die meisten Übersetzungen sagen: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an ...“.  Andere sagen es so: „Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe ...“? Das sagte Jesus ursprünglich seiner Gemeinde. Und das macht hellhörig. Obwohl Jesus der Wichtigste in seiner Gemeinde ist, hält sie ihn auf Distanz. Sie kann scheinbar alles ohne ihn. Sie kann predigen ohne ihn. Sie organisiert ohne ihn und löst Probleme ohne ihn.
Dennoch sagt Jesus von dieser Gemeinde in Laodizea, an die dieser Bibelvers zuerst gerichtet war: „Du bist weder kalt noch warm (15). Du bist erbärmlich, blind, elend und nackt“ (17). - Aber die Gemeinde sah sich ganz anders. Sie sagt: „Ich bin reich und habe Überfluss“ (17). Das ist vollkommen gegensätzlich.
Wie könnte das heute aussehen? Zum Beispiel so: Da sagt ein Christ: Ich bin vor Jahren zum Glauben an Jesus gekommen. Er gab mir neues Leben. Meine Schuld vergab er mir auch. Mit der Zeit gewöhnte ich mich allerdings an dieses Geschenk.
Ich las aus Gewohnheit die Bibel. Aus Gewohnheit betete ich. Aus Gewohnheit arbeitete ich in der Gemeinde mit. Die Gemeinde-Veranstaltungen gehörten zu meinem Wochenprogramm. Jesus brauchte ich dazu eigentlich nicht. Es lief ja alles. Es war aber auch alles fast tot. Das geistliche Leben pulsierte nicht mehr. Ich lebte wie andere, die nicht zur Gemeinde gehörten, nach außen nur etwas christlicher.
Bis ich merkte, dass Jesus nicht mehr meine Lebensmitte war. Sein Wort war für mich nur eine Lehre, die mich kaum berührte. Mein Beten geschah nur wenig mit dem Herzen. Deshalb war mein Beten letztlich auch keine Begegnung mit Jesus. 
Bis mir aufging, dass Christsein ja bedeutet, dass Jesus in alle meine Lebensbereiche hinein gehört - und ich aus seiner Kraft leben kann. Wenn das geschieht, ist Jesus keine Randfigur mehr, sondern meine entscheidende Lebensmitte.
Dann ist Jesus überall mittendrin - und nicht mehr außen vor. - Dann ist er meine Lebensqualität. - Genau das will er bei mir und bei Ihnen sein. So mit ihm zu leben macht zufrieden. Jesus hat dann für mich eine zentrale Bedeutung. Das macht dankbar. Jesus kann mich dann gebrauchen, dass er andere durch mich segnet.
 


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