/ Wort zum Tag

Psalm 74,2

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Gott, gedenke an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben und dir zum Erbteil erlöst hast."

Psalm 74,2

Asaf, der zur Zeit des Königs David lebte, muss diesen Psalm in Zeiten großer Not

gebetet haben. Der Psalmbeter hat ein gewaltiges Zerstörungswerk vor Augen. Die Feinde Gottes dringen in das Heiligtum ein und zerstören es. Dabei muss offen bleiben, ob er eine tatsächliche Begebenheit beschreibt oder in einer prophetischen Schau die Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die Babylonier im Jahr 586 v. Christus sieht. Asaf richtet in der großen Not seinen Blick auf den lebendigen Gott. Er als Beter steht in einer gewaltigen Zerreißprobe. Einerseits spricht die Zerstörung des Heiligtums Bände: Gott ist abwesend.

Gott hat sich zurückgezogen. Gott hat sein Volk verstoßen.

Andererseits weiß Asaf, dass Gott sein Volk als Erbteil erworben und erwählt hat. Der Herr hat doch einen ewigen Bund mit seinem Volk Israel geschlossen. In seinem Gebet erinnert Asaf Gott förmlich daran: „Gedenke an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben hast“ (74,2). Gedenke an den Bund (74,20).

Asaf steht als Beter in der Zerreißprobe. Einerseits fühlt er sich von Gott verlassen. Andererseits vertraut er auf die Zusagen Gottes. Hat Gott es nötig, von uns erinnert zu werden? Sicher nicht! Aber wir dürfen Gott beim Wort nehmen. Ihm seine Versprechen vorhalten.

Uns darauf berufen und Gott bitten, seine Verheißungen einzulösen. Wir wissen, Gott steht zu seinem Wort. Er bleibt sich treu. Er hält seinem Volk Israel die Treue. Bis heute.

Deshalb dürfen auch wir Christen darauf vertrauen, dass Gott auch uns treu ist. Er steht immer zu seinem Wort.  
Alles, was uns sein Sohn Jesus Christus angekündigt hat, wird Gott auch tun. Es bleibt dabei: Gott vergisst die nicht, die ihm vertrauen. Die große Not derer, die verfolgt und getötet werden, weil sie Jesus Christus über alles lieben, bleibt ihm nicht verborgen. Ob in Nordkorea, in Somalia, in Syrien, im Irak, in Afghanistan oder in Saudi-Arabien, um nur einige Länder zu nennen, in denen Christen um ihres Glaubens willen verfolgt werden.

Die Aufgabe von uns Christen in Europa ist es, unseren Schwestern und Brüdern beizustehen, wo und wie wir nur können: D.h. für sie treu zu beten. Ihre große Not und ihr Leid immer wieder öffentlich zu machen. Ihnen alle erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen. Verfolgte Christen berichten immer wieder, sie schöpfen neue Kraft und neuen Mut daraus, dass wir sie als unsere Schwestern und Brüder nicht vergessen. Sie sollen sich darauf verlassen können, dass wir sie nicht allein lassen. Heute nicht und auch in Zukunft nicht - um Gottes und der Menschen willen!


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