/ Wort zum Tag

2. Könige 19,30

Bibelvers

"Was vom Hause Juda gerettet und übrig geblieben ist, wird von Neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht tragen“.

2. Könige 19,30

Hiskia, der fromme König von Juda und Jerusalem, ist in einer schwierigen Situation. Der assyrische König Sanherib hat auf seinen Kriegszügen alle Könige und Länder im Umfeld von Israel erobert. Auch die festen Städte in Israel wurden bereits von ihm eingenommen. Nun steht er vor den Toren Jerusalems. Zunächst kann sich Hiskia mit 300 Zentnern Silber und 30 Zentnern Gold freikaufen (2. Könige 18,14 + 15). Aber damit ist die Gefahr nicht besiegt. Im Gegenteil. Hiskia wird durch erneute Drohungen unter Druck gesetzt.
Besonders schmerzlich ist für Hiskia, dass Sanherib über sein Vertrauen auf Gott spottet. „Wo ist ein Gott unter den Göttern aller Länder, der sein Land aus meiner Hand errettet hätte, dass allein der Herr Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte“ (2. Könige 18,35). Hat Sanherib nicht recht?
Aber Hiskia lässt sich auch durch den beißenden Spott nicht unterkriegen. Er sucht seelsorgerlichen Beistand beim Propheten Jesaja. Im Auftrag Gottes darf er Hiskia sagen:  „Fürchte dich nicht“ (2. Könige 19,6). Aber die Gefahr, besiegt zu werden, bleibt. Mit einem mächtigen Heer zieht Sanherib vor die Stadt Jerusalem. Sein Spott über das Vertrauen Hiskias auf seinen Gott, erfährt seinen Höhepunkt. Doch Gott lässt sich nicht beleidigen, noch ist er durch menschliche Erfolge zu besiegen. Im Gegenteil. Durch den Propheten Jesaja lässt er dem König Hiskia 3 Ermutigungen zukommen.
1. Ermutigung: Es gibt „Errettete und übrig Gebliebene“.  Die bisherigen Verluste im Kampf um Israel, die Sanherib dem Volk zugefügt hat, sind zwar schmerzlich, doch es ist nicht alles vorbei. „Übriggebliebene“ - dazu gehört auch die Stadt Jerusalem - haben noch eine Zukunft. Welch‘ eine Perspektive angesichts der ausweglos erscheinenden Situation. Gott ist nie am Ende, wenn wir am Ende sind. Er ist nie fertig, wenn wir  'fertig' sind. Das gilt auch für mich heute.
2. Ermutigung: Die „Wurzel“ ist noch vorhanden. Das heißt doch: es gibt noch die Chance zu wachsen. Erinnert sie das auch an die Zusage Gottes: „Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen“(Jesaja 42,3).
Noch ist nicht alles aus, auch wenn es so scheint. Noch hat Gott die Fäden in der Hand.
3. Ermutigung: „Frucht tragen“. Aus der jetzt so ausweglos erscheinenden Situation soll Frucht wachsen. Hier schimmert für mich der Hoffnungsstrahl für den heutigen Tag. Wenn das, was jetzt geschieht, dazu dient, dass Frucht wächst zur Ehre Gottes, dann will ich gerne auch die Hindernisse des heutigen Tages annehmen. Ich will aufschauen zu ihm und ihm vertrauen. Er gibt auch heute seine Hilfe zum Segen.
 

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