/ Wort zum Tag

Offenbarung 14,6

Bibelvers

"Und ich sah einen andern Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern."

Offenbarung 14,6

Meine Mutter war vor ihrer Heirat Missionarin in China. Nach nur knapp 3 Jahren des Dienstes gehörte sie zu den letzten Missionaren, die das Land im Jahr 1951 verlassen mussten. Sie tat es mit großem Bedauern, denn sie wusste um den Schmerz und die Gefahren, in denen sie die Christen in China zurücklassen musste. Als sie wieder zurück in der Schweiz war, heiratete sie meinen Vater. Auch er hatte eigentlich eine Berufung nach China, konnte aber nie ausreisen, weil das Land verschlossen war. Meine Eltern kamen dann auf einem anderen Missionsfeld zum Einsatz. Trotzdem interessierte es sie zeitlebens, wie es den Christen in China ging. Leider hatten meine Eltern nie die Gelegenheit, zurück in das Land ihrer Berufung zu reisen. Aber sie beteten viel für dieses Land und seine Menschen. Uns Kindern wurde diese Liebe zu China schon mit der Muttermilch eingeflößt. Das Anliegen, dass Gott doch in China seine Gemeinde bauen möge, war stets präsent. Wie oft sangen wir inbrünstig das alte Lied „Wenn der schöne Morgen grauet….“ Dort heißt es in einer Strophe: „Wenn von Chinas Millionen große Scharen ziehen ein, auch von vielen Inseln kommt die Siegerschar, dann vergessen wir die Schmerzen samt manch bittrer Not und Pein, und wir bringen unserm Herrn Anbetung dar.“ Was wird das für ein Tag sein, wenn Gott die Heiligen aus allen Völkern und Stämmen sammeln wird. Dieser Gedanke überwältigt mich immer wieder. Eines Tages wird Jesus all die vielen Gläubigen aus allen Völkern und Stämmen, die ihn als ihren Herrn und Heiland angenommen haben, vor seinem Thron versammeln. Es wird eine unzählbar große Schar sein, die ihren Herrn Jesus anbeten wird.
Die heutige Bibellese erinnert mich wieder an dieses große Ereignis, das uns noch bevorsteht. Es ist ein Zitat aus der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel. Dort schreibt Johannes: „Ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.“ Gott selber sorgt dafür, dass das Evangelium zu allen Völkern und Stämmen kommt. Er schenkt Menschen die Fähigkeit, fremde Sprachen zu erforschen und so die Bibel den Einheimischen zugänglich zu machen. Gott will, dass alle Menschen die frohe Botschaft der Errettung hören und annehmen können. Er kann auch die Menschen erreichen, zu denen nie ein Missionar gekommen ist. Er sendet seine Engel, um „ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.“ Ich freue mich auf den Tag, an dem ich mitten unter diesen vielen Gläubigen vor Gott stehen kann und Jesus von Angesicht zu Angesicht sehen darf. Das ist eine großartige Perspektive, die wir trotz aller Wirren dieser Zeit, nie aus den Augen verlieren dürfen.
 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren