/ Wort zum Tag

Psalm 28,1

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

"Von David." Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige doch nicht, dass ich nicht, wenn du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren."

Psalm 28,1

Warum fleht der Beter der Losung so inständig? Er hebt sogar seine Hände zum Tempel auf (V.2), als wollte er dort Asyl und Rettung finden. Wer ist ihm auf den Fersen? Nicht Menschen sind es. Es ist der Tod selber, dessen Atem er spürt.

„Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige doch nicht, dass ich nicht, wenn du schweigst, denen gleiche, die in die Grube fahren.“ Von Gott keine Antwort zu bekommen, ganz allein da zu stehen, bedeutet für ihn, dem Tod hilflos ausgeliefert zu sein.

Ähnlich mag sich fühlen, wer die Diagnose Krebs oder eine ähnliche Nachricht bekommt. Kennen Sie jemanden in dieser Lage? Dann schließen Sie ihn, wenn Sie beten können, in Ihre Fürbitte ein. Rufen Sie ihn durchaus auch einmal an.

Vielleicht sind Sie aber sogar selber betroffen oder mit einer anderen Last geplagt, die Sie verzagen lässt. Dann möchte die Losung heute Sie einladen, für sich persönlich so zu beten: „Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige doch nicht.“

Denn es ist Gottes Reden, das uns über Wasser hält; noch mehr, das uns aufrichtet und rettet. Wenn er schweigt, sind wir fremden Mächten ausgeliefert: den Mächten der Bedrohung, der Ungewissheit, der Angst, ja des Todes. Wenn er zu uns redet, bringt uns das Rettung und Leben.

Das hat schon der römische Hauptmann in Kapernaum gewusst. Er hatte einen Knecht, der gelähmt war und unter großen Qualen litt. Für ihn wendete er sich an Jesus Christus und bittet ihn um Heilung. Als Jesus anbietet, in sein Haus zu kommen, antwortet er: „Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.“ (Mt. 8,8). Und so geschah es. Jesus spricht zu ihm nur einen kurzen Satz: „Dir geschehe, wie du geglaubt hast!“ Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde. (Mt. 8, 13).

Ähnlich muss es der Beter des Losungswortes erlebt haben; denn er betet später: „Gelobt sei der HERR; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens.“ (Ps. 28,6)

Auch andere Psalmbeter bestätigen das: „Unser Gott kommt und schweigt nicht“ (Psalm 50,3).

Vielleicht sagen Sie jetzt: Aber ich habe Gottes Stimme noch nie gehört; er hat noch nicht zu mir gesprochen. Dann nehmen Sie diese Losung heute Morgen, diese Sendung, die Sie gerade hören, als Anrede Gottes, der Sie kennt, der Sie liebt, der nicht schweigt, sondern Sie persönlich meint.

Er verspricht: „Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen“ (Ps. 50, 15)

Und er hat das beglaubigt, indem er seinen Sohn Jesus Christus gesandt hat. Auf ihn hat er am Kreuz unsere Schuld, dass wir ihn so oft links liegen ließen, gelegt. Ihn hat er vom Tod erweckt und so den Tod besiegt.

Wer Jesus Christus sich anvertraut, ist nicht mehr dem Tod ausgeliefert. Im Gegenteil, er bekommt ewiges Leben und manchmal auch irdische Heilung. Jesus Christus ist der Fels in der Brandung meiner Ängste. Er ist der Halt in Gegenwind und Sturm, auch meiner Gefühle.

„Wenn ich rufe zu dir, Herr, mein Fels, so schweige doch nicht.“

In seiner Liebe und durch seinen Sohn hat das Gott heute gehört und erhört!


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