/ Wort zum Tag

Matthäus 7,26

Bibelvers

"Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute."

Matthäus 7,26

Die kleine Hallig Südfall gehört zu den Nordfriesischen Inseln. Schwere Sturmfluten haben Südfall im Lauf der Zeiten schrumpfen lassen auf ein winziges Fleckchen Erde im Meer. In etwa in 15 min umwandert man Südfall. Die Hallig Südfall – ein winziges, flaches Stückchen Land mitten im Meer. Wenn ich die beiden Häuser auf der nur wenig erhöhten Warft anschaue, muss ich unwillkürlich denken: Was ist, wenn sie hier von einer Sturmflut überrascht werden? Tatsächlich – die Geschichte von Südfall kennt solche Sturmfluten, denen viele Bewohner zum Opfer fielen.
Doch heute  -so habe ich gehört-  gründen sich die Häuser auf Stahlträgern. Und die sind nicht nur in den Boden der Hallig eingelassen. Denn auch der Boden könnte ja auch fortgeschwemmt werden. Nein, die Stahlträger sind tief unter dem Meeresboden auf dem Felsgrund verankert. Gebaut auf Fels – auf diesem Grund stehen die Häuser auf Südfall.
Im Felsgrund verankert – dieses Bild der Hallig Südfall steht mir vor Augen, wenn ich die Worte Jesu aus der Bergpredigt höre: „Darum, wer … meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun … die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer … meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun … die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.“
An dem Tag, an dem ich auf die Hallig Südfall blicke, liegen die Wasser still und friedlich da – ganz so, als könne es nicht anders sein. Doch die Bewohner der friesischen Inseln wissen, es kann auch anders kommen. Anders – wie auch im Leben.

Bauen wir für die Stürme des Lebens?
Bauen wir für die Stürme des Lebens? Jesus sagt es ganz klar und sehr nüchtern: Regen, Stürme, ja Sturmfluten werden nicht ausbleiben. Mit Wellenbergen und Sturmfluten werden wir nicht fertig aus eigener Kraft. Denn jedes  -auch mit noch so großer Sorgfalt gebautes-  Lebenshaus wird nur Bestand haben, wenn es auf solidem Fundament gebaut ist. Ob ein Lebenshaus wirklich stehenbleibt, das hängt im Letzten davon ab, ob es sich gründet auf ein solides Fundament.
Wie gründe ich mein Lebenshaus auf dieses solide Fundament? Jesus sagt: Es gehört das Hören dazu. Das aufmerksame, feinfühlige, regelmäßige Hören auf Gottes Wort. Ins Hören muss ich mich einüben. Hören braucht meinen Willen, meine Zeit und mein Herz. Dann wird Gottes Wort zu mir sprechen. Und es wird mich leiten. Es wird mich prägen. Es wird mich gründen.
Und zum Hören gehört das Tun. Auch ins Tun muss ich mich einüben. Tun braucht meinen Willen, meine Zeit und mein Herz. Dann wird auch dieses gehorsame Tun mich leiten. Es wird mich prägen. Es wird mich gründen.
‚Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.‘ So sagt es eine chinesische Lebensweisheit. Viel davon ist wahr – wir spüren es. Aber ein letztes fehlt. Jesus würde es so sagen: Achte auf mich, gründe dich auf mich, denn ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. So baust du dein Haus auf Fels.

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