/ Wort zum Tag

Psalm 107,9

Gedanken zu Losung/Lehrtext des Tages.

Bibelvers

„Er sättigt die durstige Seele, und die Hungrigen füllt er mit Gutem.“

Psalm 107,9

Es ist gut, zu wissen: Gott ist für uns da! Er hilft unserem Mangel ab: „Er sättigt die durstige Seele und füllt die Hungrigen mit Gutem.“ Das ist eine gute Botschaft für den heutigen Tag, eine gute Botschaft für unser Leben und für alle Menschen dieser Welt!

Der 107. Psalm, zu dem dieses Wort gehört, steckt voller Begeisterung über Gottes gutes Handeln.  Menschen, denen Gott geholfen hat, werden durch diesen Psalm eingeladen, Gott für seine guten Taten an ihnen zu danken: etwa für die Rettung aus Not, für die Befreiung aus Verzweiflung oder Gefangenschaft, für die Rettung aus großer Lebensgefahr oder auch für neue Orientierung nach einer ihr Leben bedrohenden Krise.

Gerade in Situationen oder bei Ereignissen, in denen die Sehnsucht von Menschen nach Hilfe groß war, so lesen wir es in diesem Psalm, „riefen sie zum Herrn in ihrer Not und er riss sie dann aus ihrer Verzweiflung und führte sie auf den richtigen Weg.“

Gottes Hilfe in den dort geschilderten bedrohlichen Situationen war eine äußerst wichtige Erfahrung im Leben von Menschen. Ohne sie wäre das Leben nicht weitergegangen.

Der Psalm betont deshalb die gute Botschaft der Liebe und Fürsorge Gottes, weil sie auch heute für uns da ist:

unser Gott ist ein Gott, der will, dass es uns und allen Menschen gut geht und wir an allem, was wir zum Leben brauchen, genug haben. 

Darum wird das hier so im Rückblick auf die Vergangenheit festgehalten: „Gott hat sie erfrischt, als sie erschöpft waren und mit Gutem gestärkt, als sie Hunger hatten.“

Gott hat für Hilfe gesorgt und ihren Mangel beseitigt. Und er hat ohne Zweifel dabei auch Menschen dazu gebraucht, ihnen zu helfen. So war es damals.

Und wie ist es heute?

Wie wird es den Menschen gehen, die dieses Wort von der Liebe und Fürsorge Gottes hören, aber heute nicht genug zu essen und zu trinken haben, sondern hungern und dürsten müssen?

Weltweit gibt es unzählige Menschen, deren elementare Grundbedürfnisse nach Essen und Trinken auch heute nicht befriedigt werden, obwohl Gott genug Nahrung wachsen lässt und auch genug Wasser zum Leben auf dieser Erde da ist. 

Auch sie sollen doch erfahren, dass unser Gott ein Gott des Lebens ist!

Als Jesus einmal eine große Menschenmenge sah, „die wie Schafe waren und keinen Hirten hatten“ und die zugleich nach Brot hungerte, forderte er diejenigen, die mit ihm unterwegs waren (im Markusevangelium, Kapitel 6) auf: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Die Jünger machten sich auf und das Wenige, das sie zusammenbrachten, wurde unter dem Dankgebet ihres Herrn und durch das gemeinsame Teilen so viel, dass es für alle reichte. Es gab sogar noch Reste, die eingesammelt wurden.

Dieses Beispiel macht Mut für uns heute: wir Christen können mit dazu beizutragen, den an Leib und Seele hungrigen und durstigen Menschen Gottes Güte und Liebe in Wort und Tat zu bezeugen. Wir können dankbar mit ihnen teilen, was wir an Gutem von Gott empfangen haben. Wie die Jünger damals, so können wir heute dem Evangelium von der Barmherzigkeit und Liebe zum Menschen folgen und Gottes Ruf nach Gerechtigkeit mit all unseren Kräften antworten.


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