/ Wort zum Tag

Sprüche 29,25

Bibelvers

„Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verlässt, wird beschützt.“

Sprüche 29,25

Wir alle kennen sie – die Menschenfurcht. Wer ehrlich ist, kann das kaum leugnen. Ich habe sie immer wieder erlebt. Furcht vor Ablehnung und Gespött. Diese Furcht kann Mühe machen, aber sie kann überwunden werden. Aber Furcht vor Verfolgung und Tod? Da können wir hier noch nicht mitreden. Es geht nicht nur darum, was die Leute denken mögen. Es braucht Mut, wenn man anderer Meinung ist als die Mehrheit. Warum ist es mir so wichtig, was andere von mir denken? Ich möchte anerkannt, geliebt werden. Wenn man die Reaktion der Menschen einbezieht, kann man sich doch Probleme ersparen. Ist das nicht klug? In den Sprüchen 29,25 aber steht eine Warnung: „Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verlässt, wird beschützt.“

Ist es also doch nicht so klug, sich vor Menschen zu fürchten? Könnte ich dadurch zu Fall kommen? In eine Falle tappen und stolpern? Eigentlich will ich ja nur vorsichtig sein und nicht in eine unangenehme Situation kommen. Überraschenderweise sagt unser Wort zum Tag, dass das Gegenteil der Fall ist.

Ein Beispiel aus der Bibel macht deutlich, worum es eigentlich geht: Das Volk Israel ist an der Grenze zum versprochenen Land angekommen. Josua schickt zwölf Männer, es auszukundschaften. Zehn von ihnen berichteten nach ihrer Rückkehr, wie fruchtbar das Land sei. Dann kommt das große Aber. Die Menschen dort erscheinen ihnen riesig. Im Vergleich mit ihnen haben sie sich wie Heuschrecken gefühlt. Die Eroberung des Landes erscheint ihnen unmöglich zu sein.

Was nun? Soll sich das Volk Gottes vor Menschen fürchten? Oder kann es trotz allem Gottes Versprechen trauen? Er will ihnen das Land geben. Zwei der Kundschafter vertrauen dagegen auf Gott.

Worauf sollen die Menschen hören? Auf die Mehrheit, die ihnen Furcht einjagt? Oder auf die Zusage Gottes? Er hat sie ja befreit und ihnen schon vielfach geholfen. Menschenfurcht oder Gottesfurcht, das ist hier die Frage. Gott hat sie berufen. Diese Berufung wird durch ihre Furcht nun infrage gestellt. Angst und Furcht lähmen, vor allem, wenn man nur auf die Bedrohung starrt. Das einzige, was dabei helfen kann, ist eine neue Perspektive: „Lasst uns aufsehen, d.h. wegsehen von allem andern, hin auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.“ (Hebr.12,3) Also wegsehen von Menschen und Bedrohung. Stattdessen auf Jesus Christus sehen. Er hat ohne Menschenfurcht gelebt hat. Er war ständig in Verbindung zu seinem himmlischen Vater. Die Form des Ausdrucks „wer sich aber auf den HERRN verlässt“ drückt im Hebräischen diese Beständigkeit aus.

Als für Jesus die Lage bedrohlich wurde, hat er im Gebet darum gerungen, im Einklang mit dem Willen des Vaters zu bleiben. Er wusste, dass Gott viel mächtiger ist als alle Menschen. Er wollte sich durch nichts von seiner Berufung abbringen lassen. Und wir: Hält uns Menschenfurcht von unserer göttlichen Berufung ab? Wollen wir Kraft und Vollmacht verlieren, nur weil Menschen sich uns in den Weg stellen? Gebet um die Kraft des Heiligen Geistes, beständig auf Gott vertrauen, der Blick auf seine Größe und Herrlichkeit, das hilft.

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